18. März 2012

Der Herzensrat eines alten Vaters

Was ich mit Euch teile, sind nicht die Worte eines großen Gelehrten, sondern die Worte eines alten Vaters mit einer Menge Erfahrung.
Ich habe großes, äußerliches Leid erfahren, dadurch, dass ich zwanzig Jahre in einem Arbeitslager gefangen war. Man könnte dies "ein Problem" nennen. Wie auch immer, innerlich habe ich wirklich kein Leid erfahren. Darüber hinaus halte ich meine Zeit im Gefängnis sogar für eine sehr forteilhafte Zeit.
Als Junge, bevor ich festgenommen wurde, glaubte ich an den Dharma, aber mir fehlte die praktische Erfahrung, mein Glaube war ohne wirkliche Tiefe.
Im Gefängnis hatte ich die Möglichkeit um wirklich zu praktizieren, wobei ich äußerliches Leid mit auf den Pfad der geduldigen Nachsicht nahm.
Nicht ein einziges Mal hoffte ich aus dem Gefängnis frei zu kommen. Ich lebte von Tag zu Tag, frei von Hoffnungen und Ängsten, sendete Mitgefühl an die Wesen, vertraute auf Tara, betete heimlich zu ihr.
Nachdem ich so den Dharma anwendete und die Ergebnisse der Praxis sah, gewann ich Vertrauen in die Gültigkeit des Dharmas und mein Glaube wurde tief und unumkehrbar.
Dann dachte ich, dass es anderen nutzen würde, diese Erfahrungen zu teilen. Und wenn ich reise um zu lehren, teile ich nur meinen Herzensrat mit, der auf meinen eigenen Erfahrungen basiert.
Es ist wichtig, persönliche Erfahrungen zu sammeln, um den Dharma wirklich zu verstehen. Es ist wichtig zu fragen: Was ist wahres Glück? Ist es äußerlich oder innerlich?
Selbst wenn man sehr reich ist und alles hat, was man sich nur wünschen kann, sobald es Hass in der eigenen Familie gibt, erlebt man Hölle-ähnliche Leiden.
Wenn man arm ist, aber Liebe und Güte mit der Familie teilt, erlebt man ein reines Land.
Glück kann nur innerhalb des Geistes entstehen. Glück steht überhaupt nicht im Zusammenhang mit der Außenwelt.
Wenn der Geist gestört ist, findet man überall Leiden, sogar in einem positiven Umstand. Wenn der Geist in Frieden und mit Liebe gefüllt ist, findet man Glück sogar während man von einem scheinbar schwierigen, äußeren Umstand umgeben ist.

"Ausnahmslos jegliches Leid entsteht aus dem Wunsch nach eigenem Glück."

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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
Die Zitate können an Freunde weitergeleitet werden, aber alle anderen Rechte sind vorbehalten.




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What I am sharing with you are not the words of a great scholar but the words of an old father with a lot of experience. I have experienced great external hardships, having spent twenty years confined in a labor camp. You could call this 'a problem.' However, inside I truly did not experience suffering, moreover I consider my time in prison as a very beneficial time. As a boy, before I was arrested, I had faith in the Dharma but lacking practical experience, my faith was somewhat depthless. In prison I had the opportunity to actually practice, taking external hardships onto the path with patient forbearance. Not a single time did I hope to become free from prison, I lived day by day, free of hopes and fears, sending compassion to beings, relying on Tara, praying to her secretly. Having thus applied the Dharma and seen the results of practice, I gained confidence in the validity of the Dharma and my faith became deep and irreversible. 
Then I thought that it would benefit others to share these experiences, and as I travel to teach, I am only sharing my heart advice based on my own experiences. It is important to gain personal experience in order to really understand the Dharma. It is important to ask: What is true happiness? Is it external or internal? Even if one is very rich and has everything one could wish for, if there is hatred in one's family, one experiences hell-like suffering. If one is poor but shares love and kindness with one's family, one experiences a pure land. Happiness can only arise from within the mind, happiness is not at all related to the external world. When the mind is disturbed, one finds suffering anywhere, even in a positive circumstance. If the mind is at peace and filled with love, one finds happiness even while surrounded by a seemingly difficult outer circumstance. "All suffering without exception comes from wishing for one's own happiness."

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche 

Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved. 
The quotes may be forwarded to friends, but all other uses are reserved.

9. März 2012

Ursachen für Glück und Leid

Wir leiden ohne eine Wahl zu haben.
Wir wollen nicht leiden und versuchen alles, um glücklich zu sein. Aber Leid geschieht ungeachtet unserer Wünsche und wir können nichts dagegen tun.
Warum ist das so?
Das ist so, weil wir die Ursachen für Leid bereits in der Vergangenheit angelegt haben.
Aber wo sind diese Ursachen für Leid?
Im Augenblick sind sie in deinem Geist. ...es ist dieser egozentrische Geist und all die negativen Emotionen, die von ihm kommen. Wenn du dir dies eingestehst, wirst du verstehen, dass du für dein Leid verantwortlich bist und dass niemanden sonst beschuldigt werden kann. Wenn du dies verstehst, wirst du in der Zukunft Schwierigkeiten tolerieren und mehr Leid vermeiden können. 

Wenn du glücklich sein willst, dann musst du die Ursachen für Glück kennen. 
Der Buddha sagte: "Ich kann euch den Weg zur Befreiung zeigen, aber die Befreiung hängt von euch selbst ab." 
Ob du Buddhist bist oder nicht, ob du eine Religion praktizierst oder nicht, du hast einen Geist, und vorübergehend sind alle Ursachen für Glück und Leid innerhalb dieses Geistes. Die einzige Ursache für Glück ist Liebe und die einzige Ursache für Leid ist Selbstanhaftung.
Wenn Du nur dies verstehst, hast du die Arbeitsweisen von Karma perfekt verstanden - Ursache und Wirkung. "Ausnahmslos jedes Leid entsteht aus dem Wunsch nach dem eigenen Glück. Der perfekte Buddha entsteht aus dem uneigennützigen Geist."
Ob du irgendeiner Religion folgst oder nicht, die wahre Natur deines Geistes ist die weise Bewusstheit, und das ist der eigentliche Buddha. 

Der Buddha sagte: " Der Buddha ist in allen Wesen. Die Wesen sind nur vernebelt durch vorübergehende Befleckungen." 
Wann auch immer du den falschen Glauben an ein Selbst loslässt, wirst du deine wahre Natur sehen, Leerheit-Mitgefühl. 
Jegliche Wesen sehen den Buddha sobald sie ihre wahre Natur sehen, das was sie wirklich sind.

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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
Die Zitate können an Freunde weitergeleitet werden, aber alle anderen Rechte sind vorbehalten.




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We suffer without choice. We do not want to suffer and we try everything to be happy but suffering happens regardless of our wishes, and we can't do anything about it. Why is this so? It is because we have already created the causes for suffering in the past. But where are those causes of suffering? They are within your mind right now, it is the self-centered mind and all the negative emotions that come from it. If you recognize this, you will understand that you are responsible for your suffering and that there is no one else to blame. Understanding this you will be able to tolerate difficulties and avoid more suffering in the future. If you want to be happy you must know the causes for happiness. The Buddha said, "I can show you the path to liberation, but liberation depends on yourself." Whether you are a Buddhist or not, whether you practice any religion or not, you have a mind, and temporarily all causes for happiness and suffering are within this mind. The only cause of happiness is love and the only cause of suffering is self-grasping. If you just understand this, you have understood the workings of karma, cause and effect, perfectly. 'All suffering without exception comes from wishing for one's own happiness. The perfect Buddhas arise from the altruistic mind.' Whether you follow any religion or not, the true nature of your mind is wisdom awareness, and that is the actual Buddha. The Buddha said: "The Buddha is within all beings. Beings are only obscured my temporary stains." Whenever you let go of the false belief in a self, you will see your true nature, emptiness-compassion. Every being sees the Buddha when they see what they really are, their true nature. 

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche 
Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved. The quotes may be forwarded to friends, but all other uses are reserved.

27. Februar 2012

Losar 2012 - Bitte um Unterstützung

Tashi Delek - 

Vor vielen Jahren verließ ich mein Kloster in Tibet, um den Dharma in den westlichen Ländern zu verbreiten. Ich verbrachte die meiste Zeit des Jahres damit, in der Welt herum zu reisen und hatte kaum die Möglichkeit in mein Heimatland zurück zu kehren. 
Viele von Euch haben Geschichten von wunderschönen Hochplateaus gehört, aber nur wenige haben verstanden wie gefährdet diese mittlerweile sind.

Durch die Großzügigkeit vieler Studenten, konnte ich 1998 nach Tibet zurückkehren und mit dem Bau von vier Schulen, die Hoffnung von acht Dörfern zu erfüllen. Heutzutage kämpfen diese Schulen damit, ihre Programme aufrecht zu erhalten, da es an stetigen Spenden mangelt. 

Seit der Eröffnung der Schulen, erfreuen sich die Gemeinschaften an wachsender Bildung in Tibetisch, Chinesisch, Englisch und Mathematik, ...sie werden auf die moderne Welt vorbereitet, in welcher sie leben, während sie unser tibetisches Kulturerbe und die Religion erhalten.
Durch die Schulen erhalten die Kinder jeden Tag zwei nahrhafte Mahlzeiten und warme Kleidung. Zusätzlich nehmen sie an gemeinsamen kulturellen Aktivitäten teil, wie Tibetischer-Gesang und -Tanz.
Die Schulen folgen dem Zeitplan der nomadischen Eltern in den Dörfern, so dass die Kinder zu Hause leben, ihren Familien bei den traditionellen Hausarbeiten helfen und sich mit den Herden bewegen können, wie es nötig ist.

Während dieser schwierigen, wirtschaftlichen Zeiten, sehen sich die Schulen mit Finanzierungsproblemen konfrontiert und den Schulbetrieb am Laufen zu halten und an die Regierungsstandards anzupassen, wurde zu einer Qual. 
Diese Dorfschulen sind äußerst wichtig für das Überleben der tibetischen Kultur und jeder gespendete Euro wird von großem Nutzen sein.

Da ich diese Kinder, Lehrer, Köche und alle die für diese Schulen arbeiten, tief in mein Herz geschlossen habe, bitte ich hiermit jeden von Euch über eine finanzielle Unterstützung für diese Schulen nachzudenken. Meine Hoffnung ist, dass die weltweite Sangha diese Gelegenheit nutzt, den tibetischen Sangha-Brüder und -Schwestern zu helfen. Eure Großzügigkeit wird dazu beitragen, dass diese Gemeinschaften sich des Friedens, der durch Bildung entsteht, erfreuen. 

Danke für Eure mitfühlende Berücksichtigung dieser Angelegenheit,

H. E. Garchen Rinpoche- 2012

[Anmerkung: weitere Informationen auch über ASIA Deutschland e.V. 
              http://www.asia-ngo.de/yishin.html 
Begünstigter:
Kontonummer: 
Bankleitzahl:
Institut:
Verwendungszweck:
   Förderverein ASIA Dtld. e.V.
   223 970 61
   702 501 50
   Kreissparkasse München Starnberg
   Spende Yishin Khorlo Schule                 ]
 


Spenden können per Scheck eingezahlt werden bei:
The Pureland Project
5007 Cedar Ave. Philadelphia, PA 19143
Or through PayPal:

Für weitere Information bitte an diese Adresse wenden:
 Meg Ferrigno (Pema Lhamo):
+1 - 267- 241 - 7606


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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2011 Daniela König.
Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2011 Ina Bieler.
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Losar 2012 
Tashi Delek-

Many years ago, I left my monastery in Tibet in order to spread the dharma in Western countries. I spend much of my year traveling around the world and rarely have the opportunity to return to my homeland. Many of you have heard stories of the beautiful high plateaus of Tibet, but very few understand how endangered it has become.

      In 1998 through the generosity of many students, I was able to return to Tibet and fulfill the aspirations of 8 villages, by building 4 schools. Today these schools struggle to retain their programs, due to a lack of steady funding.

      Since the opening of the schools, the communities enjoy increasing literacy in Tibetan, Chinese, English and math, preparing them to cope with the modern world in which they live while preserving the traditions of our Tibetan heritage and religion. Through the schools the children receive two nourishing meals each day and warm clothes, plus they participate in shared cultural activities, such as Tibetan singing and dancing. The schools follow the schedules of the nomadic parents in the villages, so that the children can live at home and help their families with traditional chores and move with the herds as needed.

      During these difficult economic times, the schools have faced funding difficulties and keeping the schools open and up to government standards has been a struggle. These village schools are crucial for the survival of Tibetan culture and each dollar donated will be of great benefit.

      Because I hold the children, teachers, cooks and everyone who works for the schools deeply in my heart, I am asking each of you to consider giving financial support to these schools. It is my hope that my worldwide sangha will take the opportunity to support our Tibetan sangha brothers and sisters. Your generosity will help ensure that these communities enjoy the freedoms allowed through education.


Thank you for your compassionate consideration of this matter,


H. E. Garchen Rinpoche- 2012

Donations may be made payable by check to:
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5007 Cedar Ave. Philadelphia, PA 19143
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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche

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5. Februar 2012

Die Basis von Meditation und Achtsamkeit


Meditation bedeutet erst die Natur des Geistes zu erkennen und sich dann an sie zu gewöhnen.
Als erstes musst Du die grundlegende Natur des Geistes verstehen. Dieser Geist ist ein einziger Grund innerhalb dessen wir eins sind. 
Sobald Du die Natur des Geistes realisiert hast, musst Du sie immer aufrecht erhalten, sie wahren, ohne Ablenkung. Sich an dieses vorhandene Bewusstsein zu gewöhnen ist Meditation.
Ganz egal welche äußeren Bedingungen auftauchen können, ob Glück oder Leid, solltest Du Dich niemals von diesem klaren Bewusstsein wegverirren - das alles was erscheint erkennt. Du solltest achtsame Aufmerksamkeit bei all Deinen Aktivitäten praktizieren; dies ist das vollendete Verhalten.
Die Sichtweise, die Meditation und die Durchführung sind alle Geist - die grundlegende Natur.
Es gibt immer viele Gedanken, die aufsteigen, aber Gedanken sind vergänglich; sie kommen und gehen. Der Geist aus welchem sie entstehen, wie auch immer, ist fortbeständig wie der Raum; er kommt und geht niemals. Er ist immer da, war immer da, und wird auch immer da sein. Er ist wie der Raum, ein gigantischer Ozean, oder ein Spiegel. Er geht niemals irgendwohin, genauso wie der Raum.
Deswegen halte Dich nicht an temporäre Gedanken. Ganz egal wie sehr Du an ihnen hängst, Du wirst sie überhaupt nicht halten können, da sie von Natur aus impermanent sind.
Beobachte stattdessen das was niemals fortgeht, die klare, wissende Bewusstheit, die alle entstehenden Gedanken erkennt. Diese Bewusstheit ist der Dir innewohnende Buddha; sie ist Deine wahre Natur.
Egal welche Gedanken entstehen, ob negative Gedanken, Trauer, belastende Gefühle, folge ihnen nicht, aber fahre fort sie mit Achtsamkeit zu beobachten. Wenn diese Achtsamkeit aufrecht erhalten wird, werden auftauchende Gedanken sich ganz natürlich wieder zerstreuen, ohne die Notwendigkeit sich von ihnen abzuwenden.
Diese Achtsamkeit sollte aufrecht erhalten werden, nicht nur in Meditationssitzungen, sondern auch während all Deiner Aktivitäten. Ganz egal was Du erlebst, Glück oder Leid, beeinträchtigt dies Deine Achtsamkeit nicht; sie ist immer so wie sie ist. Diese Grundnatur ist die Buddhanatur und jedes Lebewesen besitzt sie.
Als Ergänzung solltest Du jeden Tag "The Ganges Mahamudra" von Tilopa lesen; dies wird Deine Meditation unterstützen.
Außerdem solltest Du jeden Tag "die 37 Bodhisattvaübungen" lesen; dies wird dein Wohlverhalten fördern. 
Am aller wichtigsten ist es Bodhicitta zu kultivieren, Liebe und Mitgefühl, in all Deinen Aktivitäten. Ohne Mitgefühl wirst Du niemals die Natur des Geistes verstehen. Ohne Mitgefühl ist der Geist wie verdrecktes Wasser. Das Wasser ist getrübt und Du bist unfähig seine wahre klare Natur zu sehen. Wenn Du Mitgefühl anwachsen lässt, dann wirst Du die Natur des Geistes sehr einfach verstehen.  
 

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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

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Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2011 Ina Bieler.
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Meditation means to first recognize and then habituate to the nature of mind. First you must understand the basic nature of mind. This mind is a single ground within which we are one. Once you have recognized the nature of mind, you must always sustain it, uphold it, without falling into distraction. To habituate this present awareness is meditation. No matter what external condition may arise, happiness or suffering, you should never stray from this clear awareness that recognizes everything that arises. You should practice mindful awareness in all your activities; this is the perfect conduct. The view, the meditation, and the conduct are all mind, the single ground. There are many thoughts that always arise, but thoughts are impermanent; they come and go. The mind from which they arise, however, abides like space; it never comes and goes. It is always there, it has always been there, and it will always be there. It is like space, or a vast ocean, or a mirror. 
It never goes anywhere, just like space. Therefore, do not cling to the temporary thoughts. No matter how much you cling to them you cannot actually hold on to them, as they are impermanent by nature. Rather, observe that which never goes away, the clear knowing awareness that recognizes all the thoughts arising. This awareness is the buddha within you; it is your true nature. Whatever thoughts arise, negative thoughts, sadness, afflictive emotions, do not follow them but continue to observe with mindfulness. When this mindfulness is sustained, arising thoughts will naturally dissipate without the need to abandon them. This awareness must be upheld, not only in meditation sessions, but also during all your activities. No matter what you experience, happiness or suffering, it does not affect your awareness; it always is as it is. This nature is buddha nature, and every being has it. 
In addition, you should read "The Ganges Mahamudra" by Tilopa every day; this will support your meditation. You should also read "The Thirty-Seven Bodhisattva Practices" every day; this will support your conduct. What is most important is to cultivate bodhichitta, love and compassion, in all your activities. Without compassion you will never understand the nature of mind. Without compassion, the mind is like dirty water. The water is cloudy, and you are unable to see its true clear nature. If you give rise to compassion, then you will understand the nature of mind very easily.

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche 

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15. Januar 2012

Der Umgang mit Leid

Es gibt keine größere Negativität, als Selbstmord zu begehen--man kreiert einen sehr starken Anlass für intensives Leiden, wenn man sich das eigene Leben nimmt.

Du musst verstehen, dass alles Leid seinen Sitz im selbstanhaftenden Geist hat. Wenn Du versuchst Deinen Körper zu wechseln, resultiert das nicht darin, dass Dein Geist damit gewechselt wird--Du kannst Deinem Geist nicht entkommen.
Selbstmord zu begehen führt sogar zu weit größerem Leid, als dem, dass Du jetzt erfährst; es wird Dir nicht gelingen nur Dein Leid auszulöschen. Du hast Dein Karma und Deine Lebensdauer. Du musst Deinem Karma erlauben sich selbst auszuspielen ...und nicht Dein Leben zu einem verfrühten Ende bringen. Darüber hinaus ermordest Du durch das töten des Körpers Millionen von Lebensformen, die in Deinem Körper leben, ...und Du eignest Dir das negative Karma an, das daraus resultiert.

Du solltest lieber Deinen Geist transformieren.
Wenn Du leidest, dann praktiziere Tonglen; übernimm das Leiden der Anderen und denke, dass durch Dein Leiden ihres aufgelöst wird.
Jedes Leid ist befristet; so wie bedingtes Glück.
Der Geist muss bei unbeständigen Gegebenheiten Stabilität darin erlangen, unbewegt zu bleiben.
Es ist niemals zu spät mit dem Praktizieren zu beginnen. Wir sind seit anfangslosen Zeiten in Samsara umhergewandert und an irdendeinem Punkt müssen wir beginnen zu praktizieren.

Ärgere Dich nicht darüber wie viel Zeit Du seit Äonen in der Vergangenheit, vergeudet hast-- Beginne jetzt zu praktizieren und Du wirst frei von Bedauern sterben.
Was Du von jetzt an tun wirst ist von größerer Bedeutung.
Wenn Du Dich in Deinem Körper krank fühlst, dann sende Deinen Geist in die Weite des Raumes; fixiere Dich nicht auf den Körper. Trenne den Geist vom Körper und Ruhe [in der Weite] des Raumes.
Du kannst auch Tara [in der Weite] des Raumes visualisieren und ihr Mantra rezitieren.
Ich persönlich habe viele Schmerzen, aber wenn ich mich nicht auf sie fixiere, ...wenn ich meinen Geist hinaus in den Raum sende und meditiere, fühle ich sie nicht.
Nur wenn ich beginne über sie nachzudenken, dann fühle ich den Schmerz wieder.

Du solltest darüber hinaus denken, dass Dein eigenes Leid sehr klein ist im Vergleich zum Leid solch vieler anderer fühlenden Wesen.
Zum Beispiel wurde ich im Gefängnis für zwanzig Jahre gefangen gehalten, ...und Du könntest das ein Problem nennen, aber nicht ein einziges Mal  habe ich darüber nachgedacht, wann ich wohl freigelassen werde. Ich praktizierte nur Tara, Tag um Tag, und habe es bleiben lassen über Selbstmord nachzudenken, ...ich war sogar durchaus fröhlich in meinem Geist.

Wenn Du frei von Leid werden möchtest, dann musst Du Deinen Geist ändern, nicht Deinen Körper.
Bete zu Tara die ganze Zeit und rezitiere ihr Mantra, damit Du sie niemals vergisst.
Dann kann auch ich Dir helfen, da ich immer Tara praktiziere.
Wann auch immer Du Schmerz und Schwierigkeiten erfährst, denke eins-gerichtet an Tara.

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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2011 Daniela König.
Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2011 Ina Bieler.
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There is no greater negativity than committing suicide--one creates a very powerful cause of intense suffering by taking one's own life.

You must understand that all suffering has its seat in the self-grasping mind. When trying to exchange your body, it does not result in exchanging your mind--you cannot escape from your mind. Committing suicide leads to even greater suffering than you experience now; you will not be able to just erase your suffering.

You have your karma and your lifespan. You must allow your karma to play itself out and not bring an end to your life prematurely. Moreover, by killing one's body you are killing billions of life-forms living within your body, and you acquire the negative karma of that.

You should rather transform your mind. When you are suffering, practice tonglen; take on the suffering of others and think that by you experiencing suffering they will be released. All suffering is temporary; so is conditional happiness. The mind must gain stability in being unmoved by impermanent circumstances. It is never too late to begin to practice. We have wandered in samsara since beginningless time, and at some point we must begin to practice.

Don't worry about how much time you have wasted for eons in the past--begin to practice now and you will die free of regrets. What you do from now on is more important. When you feel sick in your body, send your mind out into space; do not fixate on the body. Separate the mind from the body and rest in space. You can also visualize Tara in space and recite her mantra. I personally have many pains, but if I do not fixate on them, if I send my mind out into space and meditate, I do not feel them. Only when I begin to think about them do I again feel the pain.

You should moreover think that your own suffering is quite small compared to the suffering of so many other sentient beings. For example, I was kept in prison for twenty years, and you could call this a problem, but not one time did I think about when I would be released. I just practiced Tara day by day, and let alone not thinking of suicide, I was actually quite happy in my mind. If you want to become free of suffering, you must change your mind, not your body. Pray to Tara all the time and recite her mantra, so you never forget about her. Then I can also help you, as I am always practicing Tara. Whenever you experience pain and difficulty, think of Tara single-pointedly.

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche

Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved.
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2. Januar 2012

Die Natur des Geistes II (Dharmakaya/Sambogakaya/Nirmanakaya)

EIN GLÜCKLICHES NEUES JAHR 2012! 

Eine Person, die die Natur des Geistes gesehen hat wie sie [wirklich] ist und Stabilität darin erlangt hat [diese Sicht] aufrecht zu erhalten, ...wenn diese [Person] ihren Geist betrachtet, sieht sie die leere, raumgleiche Essenz - unidentifizierbar.
Die Natur des Geistes kann nicht beschrieben werden; sie ist wie der Raum.

Milarepa sagte, " Wenn es keinen Unterschied, zwischen dem Raum und dem Geist gibt, das ist der vervollkommnete Dharmakaya."

Die leere raum-gleiche Essenz ist die Qualität des Dharmakaya. Dann ist da ein lebendiges klares Bewusstsein vorhanden, das um seine leere raum-gleiche Essenz weiß. 
- die Natur der Klarheit ist Leerheit; die Natur der Leerheit ist Klarheit.
Sie sind nicht getrennt, sie sind ununterscheidbar, sie sind die Vereinigung von Klarheit und Leerheit.
Die Qualitäten des Sambogakaya entstehen aus der Natur, welche klare Bewußtheit ist. 
Von der Vereinigung von Klarheit und Leerheit erstrahlt der natürliche Glanz des Mitgefühls, der den gesamten Raum durchdringt. Er durchdringt alles was auch immer die Leerheit durchdringt. Demzufolge sagen wir, dass das Mitgefühl der Buddhas alles durchdringt. Das all-durchdringende [überall-vorhandende] Mitgefühl ist der Nirmanakaya.
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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2011 Daniela König.

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HAPPY NEW YEAR 2012! 

A person who has seen the nature of mind as it is and has gained stability in abiding in it, as they watch their mind they see the empty essence like space, unidentifiable. The nature of mind cannot be described; it is like space. 
Milarepa said, "When there is no difference between space and mind, that is the perfected dharmakaya." 
The empty space-like essence is the quality of dharmakaya. Then there is a vivid clear awareness that knows its empty space-like essence. The nature of clarity is emptiness; the nature of emptiness is clarity. They are not separate, they are non-distinct, they are the union of clarity and emptiness. The qualities of the sambogakaya arise from the nature, which is clear awareness. From the union of clarity and emptiness shines the natural radiance of compassion pervading all the reaches of space. It pervades wherever emptiness pervades. We thus say that the buddhas' compassion pervades everywhere. The all-pervasive compassion is the nirmanakaya. 
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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche 
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31. Dezember 2011

Das klare Licht des Tiefschlafs

Neben beständiger Aufmerksamkeit während des Tages und der Nacht, gibt es kein anderes Yoga des klaren Lichts.
Es beginnt damit, fähig zu sein, die Achtsamkeit während des Tages aufrecht zu erhalten. 
Wenn Dein Geist während des Tages sehr klar und scharfsinnig ist, hält dies eventuell während der Nacht an. Wenn Du einschläfst und dabei weiter die Aufmerksamkeit aufrecht erhältst, in der Vereinigung von klarer Achtsamkeit und Leerheit, wirst du zuerst den Traumzustand wahrnehmen. Diese Wahrnehmung wird "die Wahrnehmung der Brillanz des Traumes" genannt. Dann wird eventuell, durch beständige Aufmerksamkeit, sogar der Traumzustand verschwinden. Eventuell wird klare Achtsamkeit sogar während des Tiefschlafs bestehen bleiben. Das ist wie das Leuchten der Flamme einer Lampe. Dort gibt es keine Gedanken, und dabei entsteht ein subtiles Gefühl der Erholung während deines Schlafes. 
Dies ist vollendet, wenn du klare Achtsamkeit kontinuierlich aufrecht erhalten kannst--frei von der geringsten Ablenkung verweilen kannst--während des Tages und der Nacht.
Letztendlich, wirst du während des Tiefschlafes, das klare Licht des Tiefschlafs realisieren.
Was wir klares Licht nennen, ist deine Befähigung, mit klarer Achtsamkeit,
deine Gedanken und Emotionen oder Gefühle zu überragen.
Diese Gedanken, obwohl sie entstehen, verschwinden wieder ohne dich beeinflusst oder eine Spur hinterlassen zu haben.
Ein Anfänger wird die Aufmerksamkeit zuweilen aufrecht erhalten können und dann wieder unaufmerksam werden. Dies muss erst während des Tages überwunden werden. Zuerst musst du fähig sein, die gewohnten Gedanken, welche auch immer entstehen, zu zerstören, und dann dich daran gewöhnen, die klare Achtsamkeit aufrecht zu erhalten.
Wenn du dann Schlafen gehst, halte die Aufmerksamkeit aufrecht während du einschläfst, indem du die OM AH HUNG Vajra Rezitation aufrecht erhältst. Hin und wieder wirst du dich an OM AH HUNG während des Traumzustandes erinnern, und eventuell wird die Aufmerksamkeit sogar während der Tiefschlafphase bestehen bleiben.

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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

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Apart from sustaining mindfulness throughout the day and night there is no other clear light yoga. It begins with being able to sustain mindfulness throughout the day. When your mind is very clear and sharp during the day, eventually it will carry through the night. When you fall asleep continuing to sustain mindfulness, in a union of clear awareness and emptiness, you will first recognize the dream state. This recognition is called "recognizing the luminosity of the dream." Then eventually, through consistent mindfulness, even the dream state will disappear, and you will rest in clarity naturally; awareness will remain. Eventually clear awareness will even remain during the deep sleep state. It is like the illumination of a lamp flame. There are no thoughts, and there is a subtle feeling of your sleep's rest. This is accomplished when you sustain clear awareness continuously--remain free from the slightest distraction--throughout day and night. 
Finally, in deep sleep you will recognize the clear light of deep sleep. What we call clear light is your ability to outshine thoughts and emotions or feelings with clear awareness. These thoughts, while arising, dissolve without having affected you or leaving a trace behind. A beginning practitioner will sustain mindfulness sometimes, and then will again become unmindful. This must first be overcome during the day. You must first be able to destroy whatever habitual thoughts arise, then habituate sustaining clear awareness. Then when you go to sleep, uphold mindfulness by falling asleep practicing the OM AH HUNG Vajra Recitation. At times you might remember the OM AH HUNG during the dream state, and eventually mindfulness will remain even in the deep sleep state. 

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