27. Mai 2012

Vers 4: Die 37 Bodhisattva Übungen


"Lang-verbundene Gefährten werden getrennt. Mit viel Mühe erworbener Reichtum und Besitztum wird zurück gelassen. Bewusstsein, der Gast, wird das Gasthaus des Körpers hinter sich lassen. Dieses Leben los zu lassen, ist des Bodhisattvas Praxis."
(übersetzt nach Ari Kievs neuer Übersetzungs-Version 2012, redigiert Sonam Spitz 2013)

Ab dem Tag an dem wir von unseren Müttern geboren wurden bis zum Tag an dem wir sterben, ist dieses Leben wie ein Traum.
Gewöhnliche Menschen denken, dass der Traum der letzen Nacht unreal ist, aber dass dieses Leben die Realität ist. Dies ist ein großes Missverständnis.
Dieses Leben und der Traum der letzen Nacht besitzen dieselbe Grundnatur. Wenn wir sie erleben erzeugen sie eine Realität, eine reele Erfahrung, dennoch sind sie von ihrem Wesen her illusorisch.
Nachdem wir gestorben sind, erwacht das Bewusstsein im Bardo. Das ist dann so, als erwachte man vom Traum des Lebens. Das Leben wird plötzlich unreal wirken, alles was uns in dieser Welt und in diesem Leben erschienen ist, wird verschwunden sein, wie der Traum der letzten Nacht, und zu einer Erinnerung werden, die schwindet. Dann wird der Bardo, obwohl er von seinem Wesen her illusorisch ist, unsere Realität werden.
Solange wir träumen ist der Traum die eigentliche persönliche Erfahrung. Nur wenn wir aus dem Traum aufwachen, realisieren wir, dass es nur ein Traum war.
Oder, selbst wenn wir realisieren, dass wir uns in einem Traum befinden, ...für den Zeitraum in dem das Karma diesen Traum zu erfahren fortdauert, werden wir weiterhin das illusorische Leid und Glück unseres Traumes erfahren.  
Wenn wir träumen, werden die Eindrücke, die in unserem Geist gespeichert sind, aktiviert und manifestieren sich in der Form unserer Traum-Wahrnehmungen.
Ebenso sind die Wahrnehmungen dieses Lebens nichts anderes als die Projektionen unseres eigenen Karmas, leidbringende Emotionen, und mentale Eindrücke.
Die Visionen des Bardos haben die gleiche Natur, sie sind die Projektionen unseres eigenen Geistes.
Auch wenn es uns im Bardo am Aggregat der Form fehlt (dem physischen Körper), sind all die anderen Aggregate (Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltendes, und Bewusstsein) weiterhin vorhanden.
Das Bewusstsein klammert immer noch an der Vorstellung eines Selbst und erfährt dadurch Angst und Terror.
Du kannst die Erscheinungen des Bardos nicht kontrollieren, sie werden genauso real erscheinen wie dieses Leben.

Lord Jigten Sumgön sagte:
„Ich bin ein Yogi, der realisiert hat, dass dieses Leben, das nächste Leben und der Bardo, eins sind.“

Daher erkenne die Sinnlosigkeit des Klammerns an die Belange dieses Lebens!

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Erinnerungen der Güte, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
Die Zitate können an Freunde weitergeleitet werden, aber alle anderen Rechte sind vorbehalten.

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The 37 Bodhisattva Practices Series: 

 

Verse 4 

 
"Long-associated companions will part from each other. Wealth and possessions obtained with effort will be left behind. Consciousness, the guest, will case aside the guest-house of the body. Letting go of this life is the Bodhisattvas' practice."

From the day we are born to our mothers until the day we die, this entire life, is like a dream. Ordinary people think that last night's dream is unreal, but this life is the reality. This is a great mistake. This life and last night's dream have the same nature. When we experience them, they constitute a reality, a real experience, yet they are illusory by nature. After we have died, the consciousness awakens in the bardo. Then it is like awakening from the dream of life. Life will seem unreal all of a sudden, everything that appeared to us in this world in this life, will be gone, like last night's dream, and become a fading memory. Then the bardo, while illusory by nature, becomes our reality. For as long as we dream, the dream is an actual personal experience. Only when we awaken from the dream we realize that it was just a dream. 
Or, even if we recognize that we are in a dream, for as long as the karma to experience this dream lasts, we will continue to experience the illusory suffering and happiness of our dream. When we dream, the imprints that are stored in our mind, become activated and manifest in the form of our dream perceptions. Also the perceptions of this life are nothing but the projections of our own karma, afflictive emotions, and mental imprints. The visions of the bardo have the same nature, they are the projections of our own mind. Although in the bardo we lack the aggregate of form (a physical body), all the other aggregates (feeling, cognition, formatives, and consciousness) are still there. The consciousness still clings to the notion of a self and thus experiences fear and terror. You cannot control the appearances of the bardo, it will seem just as real as this life. Lord Jigten Sumgon said, “I am a yogi who realizes this life, the next life, and the bardo to be one.” 
Thus, see the futility of clinging to the concerns of this life! 

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche 

Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved. 
The quotes may be forwarded to friends, but all other uses are reserved.

20. Mai 2012

Vers 3: Die 37 Bodhisattva Übungen

"Wenn schädliche Plätze verlassen wurden, schwinden störende Gefühle allmählich. Ohne Ablenkung nehmen tugendhafte Bemühungen auf natürliche Weise zu. Klaren Geistes zu sein, lässt genaues verstehen des Dharmas anwachsen. Zuflucht zu abgeschiedenen Plätzen zu suchen, ist des Boddhisattvas Praxis."
(übersetzt nach Ari Kievs neuer Übersetzungs-Version 2012)

'Zuflucht zu abgeschiedenen Plätzen zu suchen' bezieht sich auf die Isolation von Körper, Rede und Geist; nicht nur des Körpers. Der ganze Sinn den Körper und die Sprache zurück zu ziehen, ist in der Tat nur dazu da, um den Geist zurück zu nehmen.
Den Geist zurück zu nehmen meint, nicht unter die Kraft der Gedanken und Emotionen zu fallen. 
Nur den Geist und den Körper zurück zu nehmen, während der Geist immer noch an Gedanken und Emotionen hängt, das ist sinnlos.
Wir nehmen den Körper zurück, durch das Reisen an isolierte Plätze, und wir ziehen die Sprache zurück, durch das Still-bleiben.
Wir unternehmen dies, damit wir eine Umwelt schaffen, in der der Geist nicht dauernd von den verschiedensten Attraktionen der Sinne abgelenkt ist.
Dies wird oft missverstanden und Menschen lösen sich selbst aus der Gesellschaft, um in Abgeschiedenheit zu leben und ins Retreat zu gehen. 
Aber es wird nur ein Retreat, wenn wir fähig sind unseren Geist zurück zu nehmen und nicht unter die Kraft unserer eigenen Fixierungen zu fallen. Einige Leute ziehen sich nie von der Welt zurück, sind aber trotzdem fähig die Achtsamkeit aufrecht zu erhalten und fallen nicht unter die Kraft ihrer Gedanken.
Der Letzte ist derjenige, der sich tatsächlich im Retreat befindet. Wie auch immer, für Anfänger im Praktizieren ist ein Platz in Isolation förderlich für die Praxis, denn der Geist ist nicht  ausreichend gebändigt, um den Ablenkungen und Amüsements der Welt stand zu halten oder zu widerstehen. An einem isolierten Platz fehlen solche Amüsements und so wird der wilde und ruhelose Geist es einfacher finden sich zu beruhigen. Zumal man sich an solch einem Platz nicht mit äußeren Ablenkungen konfrontiert sieht, ist es einfacher sich nach innen zu wenden und den Geist zu betrachten. Wenn man so verfährt wird der Wunsch Tugendhaftigkeit zu praktizieren anwachsen. Wenn der Geist still und beständig ist, ist es einfacher Mitgefühl, Geduld und andere Vollkommenheiten zu kultivieren. Ein schädlicher Ort ist ein Platz, der zum Anwachsen von negativen Gedanken und Emotionen führt. Dies kann jeder Platz sein, ein alltäglicher Ort oder eine Einsiedelei. Wenn man an einem alltäglichen Ort fähig ist, den eigenen Geist zu kontrollieren und nicht unter die Kraft der Gedanken zu fallen, ist es kein schädlicher Ort.
Tatsächlich sollten Yogis, deren Geist beständig ist, zu alltäglichen Orten der Ablenkung reisen, um ihre Verwirklichung zu testen. 
Um es kurz zu sagen, ein schädlicher Ort ist ein Ort der zum Anwachsen von Negativtät und Anhaftung führt und ein vorteilhafter Ort ist ein Ort an dem man nicht nach dem greift was auch immer erscheint. 
Da die meisten Menschen arbeiten müssen und sich selbst nicht an isolierte Plätze zurückziehen können, kannst Du Dich auch für kurze Zeit selbst isolieren, zum Beispiel für einen Woche, oder ein Wochenende, oder auch nur für einen Tag, oder ein paar Stunden.
Wenn Du eine lebendige Erfahrung erlangst, durch das Praktizieren auf solch eine Art und Weise, so viel Du nur kannst, wirst Du herausfinden, das oftmals die Plätze an denen wir uns an uns am Meisten erfreuen, die schädlichsten Plätze sind, und wenn Deine Geduld anwächst, wirst Du herausfinden, dass Deine Feinde eine Verbesserung Deiner Praxis sein können. 
Aus der Perspektive des Dharma tauschen manchmal Freunde und Feinde die Rollen.

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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
Die Zitate können an Freunde weitergeleitet werden, aber alle anderen Rechte sind vorbehalten.
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The 37 Bodhisattva Practices Series:

 

Verse 3

 
"When harmful places are abandoned, disturbing emotions gradually diminish. Without distraction, virtuous endeavors naturally increase. Being clear-minded, definite understanding of the Dharma arises. Resorting to secluded places is the bodhisattvas’ practice."

'Resorting to secluded places' refers to the isolation of body, speech and mind; not only the body. The whole purpose of secluding the body and speech is in fact only to seclude the mind. Secluding the mind means not to fall under the power of thoughts and emotions. Only secluding the body and speech while the mind still clings to thoughts and emotions, it is pointless. We seclude the body by traveling to isolated places, and we seclude the speech by remaining in silence. We do this in order to create an environment in which the mind is not constantly distracted by various sensory attractions. This is often misunderstood and people remove themselves from society in order to live in a hermitage to do retreat. But it only becomes a retreat if we are able to seclude our minds by not falling under the power of our own fixations. Some people never seclude themselves from the world but are still able to sustain awareness and do not fall under the power of their thoughts. 
The latter is the one who is actually in retreat. However, for beginning practitioners, a place in isolation is conducive for practice because the mind is not sufficiently subdued in order to be able to withstand or resist the distractions and entertainments of the world. In an isolated place such entertainments are lacking and thus the wild and restless mind will find it easier to calm down. Since at such a place one is not faced with outer distractions, it is easier to turn inward and watch the mind. By doing so, the wish to practice virtue will increase. When the mind is calm and stable it is easier to cultivate compassion, patience and the other perfections. A harmful place is a place that leads to the increase of our negative thoughts and emotions. This can be any place, a mundane place or a hermitage. If, in a mundane place, one is able to control one's mind and not fall under the power of thoughts, it is not a harmful place. 
In fact, yogis whose minds are stable should travel to mundane places of distraction in order to test their accomplishment. In brief, a harmful place is a place that leads to the increase of negativity and fixation, and a beneficial place is a place where one does not grasp at whatever arises. Since most people have to work and cannot seclude themselves to isolated places, you can also isolate yourself for short periods of time, for example a week, or for the weekend, or even just for a day or a few hours. As you gain a living experience by practicing in such a way as much as you can you will find that often the places we enjoy ourselves at are harmful places, and as your patience increases you will find that your enemies can be an enhancement to your practice. From the perspective of the Dharma, friend and enemies sometimes change roles."

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche 

Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved. 
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Vers 2: Die 37 Bodhisattva Übungen


"Der Geist der Anhaftung an unsere Lieben schwankt wie Wasser. Der Geist des Hasses auf Feinde brennt wie Feuer. Der Geist der Ignoranz, der vergisst, was anzunehmen und was abzulegen ist, ist stark vernebelt. Das eigene Heimatland aufzugeben, ist des Bodhisattvas Praxis."

(übersetzt nach Ari Kievs neuer Übersetzungs-Version 2012)

Die Wurzelursache Samsaras ist die Anhaftung an die falsche Idee eines Selbst. Aufgrund von Anhaftung nehmen wir immer und immer wieder Geburt in den sechs Bereichen Samsaras an.
Obgleich man in dieser Welt leben mag, ...wenn man nicht anhaftet, wandert man nicht in Samsara. 
In unserem Heimatland treffen wir auf Gegenspieler, die wir nicht leiden können, und wir haften an unseren Familien und Freunden. Wenn wir unser Heimatland verlassen und an einen anderen Ort gehen, haften wir nicht an den Menschen dort, wir betrachten sie alle gleich.
Wie auch immer, wenn wir nicht den Nachteil von Anhaftung und Ablehnung verstehen, werden wir wieder unsere Gegner hassen und an unseren Freunden hängen, auch wenn wir an einen anderen Ort ziehen. Wieder werden wir an den Menschen anhaften, die uns wohlwollend behandeln und diejenigen nicht mögen, die zu uns unfreundlich sind. Daher ist es wichtig, den Irrtum von Anhaftung und Ablehnung zu erkennen. Wenn Du in der Lage bist, diesen Irrtum wahrzunehmen, gibt es keinen Grund, Dein Heimatland aufzugeben. 


Bedenke, was passiert, wenn nur eine subtile Emotion der Anhaftung oder Ablehung aufkommt. Zum Beispiel, wenn Du anderen eine bestimmte Person beschreibst, ...wenn er dein Freund ist, wirst Du nur seine guten Qualtitäten erwähnen; aber wenn Du ihn nicht magst, wirst Du nur seine Fehler aufzeigen und seine guten Qualitäten unerwähnt lassen. 
Befleckt durch Anhaftung und Ablehnung können wir nicht sehen, wie die Dinge wirklich sind. Wenn wir über Situationen nachdenken, die weniger emotional aufgeladen sind, werden wir verstehen, dass wahre Intelligenz innerhalb eines Geistes des Gleichmuts entsteht, ein Geist, der ungefärbt von Anhaftung und Ablehnung bleibt. Wenn Du aufmerksam bist und Deine Gedanken aufsteigen siehst, zum Beispiel in einem Gespräch, wirst Du sofort wahrnehmen, wenn Du versucht bist, etwas Negatives über jemanden zu sagen, nur weil Du ihn oder sie nicht besonders magst.
Anhaftung und Liebe können sehr leicht verworren sein... Liebe meint, aufrichtige Liebe zu leben und dem anderen Glück zu wünschen, ohne jegliches Gefühl des Besitzens und des Wunsches nach eigenem Glück. 


Sogar jemand, der generell Karma versteht, kann dieses [Wissen] zeitweise verwerfen, wenn eine intensive Emotion der Wut oder der Begierde entsteht. Manche sind von der Emotion überwältigt und beteiligen sich blindlings an negativen Handlungen. Andere verüben wissentlich üble Taten, unfähig, ihnen zu widerstehen aufgrund der Kraft der Leidenschaft. Das ist es, was der Vers meint mit "Der Geist der Ignoranz, der vergisst, was anzunehmen und was abzulegen ist."
Tilopa sagte zu Naropa: "Sohn, es sind nicht die Erscheinungen, die dich fesseln, es ist das Greifen nach diesen Erscheinungen, das den Geist fesselt."
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Erinnerungen der Güte, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Redigiert von Ulli Kupzog 2013
Übersetzung des Verses redigiert von Sonam Spitz 2013
Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
Die Zitate können an Freunde weitergeleitet werden, aber alle anderen Rechte sind vorbehalten.
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The 37 Bodhisattva Practices Series:

Verse 2

 
"The mind of attachment to loved ones wavers like water. The mind of hatred of enemies burns like fire. The mind of ignorance which forgets what to adopt and what to discard is greatly obscured. Abandoning one’s homeland is the bodhisattvas’ practice." The root cause of samsara is the attachment to the false idea of a self. Due to attachment we take birth in the six realms of samsara again and again. Although one may live in this world, if one is not attached, one does not wander in samsara. In our homeland we meet the adversaries whom we dislike, and we are attached to our families and friends. If we abandon our homeland and go to a different place, we are not attached to the people there, we see them all as the same. However, if we do not understand the detriment of attachment and aversion, we will again hate our opponents and cling to our friends, even if we move to a different place. Again we become attached to those people who treat us well and we dislike those who are unkind to us. Thus it is important to recognize the fault of attachment and aversion. If you are able to recognize their fault, there is no need to abandon your homeland. Consider what happens when only a subtle emotion of attachment or aversion arises. For example, when you are describing a certain person to others, if he is your friend, you will only mention his good qualities; but if you dislike him, you will only point out his faults and not mention his good qualities. Tainted by attachment and aversion we cannot see how things really are. When we think about situations that are less emotionally charged, we come to understand that true intelligence arises within a mind of equanimity, a mind that remains uncolored by attachment or aversion. If you are mindful and recognize your mental arisings, for example, in conversation you will immediately recognize when you are tempted to say something negative about someone just because you don’t like them very much. Attachment and love can easily be confused. Love means to feel sincere love and a wish for the other's happiness, without any sense of ownership and a wish for one's own happiness.
Even someone who generally understands karma, temporarily dismisses it when an intense emotion of anger or desire arises. Some are overwhelmed by the emotion and blindly engage in negative deeds. Others commit evil deeds knowingly but are incapable to resist due to the force of the passion. This is what the verse means by “the mind of ignorance which forgets what to adopt and what to discard.”Tilopa said to Naropa: "Son, it is not the appearances that fetter you, it is the grasping at those appearances that fetters the mind." 

  -- Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved. The quotes may be forwarded to friends, but all other uses are reserved.


3. April 2012

Vers 1: Die 37 Bodhisattva Übungen

1: Zum Zeitpunkt, wenn das schwer zu erlangende Schiff der freien Zeit (Muße) und des Vermögens erreicht wurde, ist unablässiges Hinhören, Nachdenken und Meditieren bei Tag und Nacht, um sich selbst und andere aus dem Ozean der zyklischen Existenz zu befreien, des Bodhisattvas Praxis.

(übersetzt nach Ari Kievs neuer Übersetzungs-Version 2012)


Viele Menschen halten die vorbereitenden Übungen für nicht so wichtig und denken, da sie ja schon ein Buch gelesen haben, dass sie die 18 Freiheiten und Ausstattungen [1] bereits verstehen und sich nicht mehr damit beschäftigen müssen. Sie gehen lieber zu "realeren und tiefgründigeren" Übungen über.
Laut Lord Jigten Sumgön sind die vorbereitenden Übungen die tiefgründigsten. 

Du wirst nur dann frei vom Kreislauf der Existenzen, dem Ozean des Leidens, wenn Du von ganzem Herzen frei sein möchtest. Ansonsten, ganz egal, mit welchen anderen fortgeschrittenen Übungen Du Dich befasst, werden sie Dich nicht vom Leiden befreien und möglicherweise vielmehr das Ego noch stärken. 

Zu Beginn solltest Du die Kostbarkeit dieser menschlichen Wiedergeburt verstehen und wie schwierig es ist, sie zu erlangen. Normalerweise fragen wir andere: „Wie hast Du letzte Nacht geschlafen?“ und wenn sie antworten: „Ich habe gut geschlafen.“, sagen wir: „Das ist wirklich gut.“ 
Wenn wir nicht genug Schlaf bekommen haben, bedauern wir uns selbst. Das ist ein Zeichen, dass der Gedanke des kostbaren, menschlichen Lebens noch nicht vollständig in unserem Geist angekommen ist. Wenn er in unserem Geist angekommen wäre, würde uns jede Minute reuen, die wir mit Schlaf verschwendet haben. Wir wären morgens nicht träge und mürrisch, sondern wir würden uns beim Aufwachen an das kostbare, menschliche Leben erinnern und ein Gefühl der Dringlichkeit empfinden, aus dem Bett zu kommen.
Demzufolge ist es morgens wichtig, sich an das kostbare, menschliche Leben zu erinnern.

Du magst dich fragen, wie Du Deine täglichen Verpflichtungen ohne Schlaf verrichten sollst. 
Du brauchst nicht auf Schlaf zu verzichten, aber Du solltest Mäßigung üben und Disziplin. Außerdem, wenn Du zum Beispiel die OM AH HUNG Vajra Rezitation praktizierst bis Du einschläfst, wird Dein Schlaf tugendhaft.
Jedes Mal, wenn Du mitten in der Nacht aufwachst, solltest Du Dich an die fühlenden Wesen erinnern und ein paar Mani-Mantras für sie rezitieren.

Dieses menschliche Leben ist die Frucht von Myriaden Tugenden, die während zahlloser Leben angesammelt wurden. Es ist eine einmalige Chance, und wir sollten nicht erwarten, in der Zukunft solch eine kostbare Gelegenheit noch einmal zu erhalten. 
Wenn man weiß, wie kostbar dieses menschliche Leben ist, würde man die eigene Zeit nicht mit sinnlosen Aktivitäten verschwenden. 
Zudem wäre man immer fröhlich, auch wenn es den Anschein hat, dass Dinge falsch laufen, ...wenn man zum Bettler wird, ohne Freunde und Familie dasteht oder ohne Reichtum.
Geschweige denn depressiv zu werden, ...man würde sich freuen zu wissen, dass man einen kostbaren, menschlichen Körper besitzt, das Schiff, dass einen über das Meer des Leidens hinausbringen kann. 
In der Tat wird man wissen, dass weltliche Freuden einem in der Zukunft nur Ruin bringen werden. 

Dieses menschliche Leben ist sehr machtvoll, da Menschen mit Intelligenz und den sechs Elementen ausgestattet sind. 
Es ist die Kreuzung zwischen [dem Weg nach] oben oder unten.
Wenn wir wissen, wie man diese menschliche Existenz gut einsetzt, können wir Erleuchtung innerhalb eines einzigen Lebens erlangen. 
Wenn wir diese menschliche Existenz verschwenden und uns in negativen Handlungen verlieren, wird es uns für unzählige Äonen in die niederen Bereiche treiben.
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Erinnerungen der Güte, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Zweite Überarbeitung März © 2013
Redigiert Ulli Kupzog
Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler. Die Zitate können an Freunde weitergeleitet werden, aber alle anderen Rechte sind vorbehalten.

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The 37 Bodhisattva Practices Series:

Verse 1 

1: At this time when the difficult-to-gain ship of leisure and fortune has been obtained, ceaselessly hearing, pondering, and meditating day and night in order to liberate oneself and others from the ocean of cyclic existence is the bodhisattvas’ practice.

Many people do not consider the preliminaries very important, thinking that because they have read a book they already understand the eighteen leisures and fortunes and don’t have to concern themselves with them any longer. They rather move on the 'real and more profound' practices. According to Lord Jigten Sumgon the preliminaries are most profound. You will only become free from the cycle of existence, the ocean of suffering, if your whole heart wants to become free, otherwise no matter what other advanced practices you may engage in, they will not free you from suffering and in fact, they may even reinforce the ego. In the beginning you must understand the preciousness of this human incarnation and how difficult it is to obtain. Normally we ask others, 'how did you sleep last night?' And when they respond, 'I slept well,' we say, 'that's really good.' If we didn't get enough sleep, we feel sorry for ourselves. This is a sign that the thought of the precious human life has not yet fully dawned in our mind. If it would have dawned in our mind we would feel sorry for every minute we wasted sleeping. We would not be sluggish and grouchy in the morning, but upon awakening we would remember the precious human life and feel a sense of urgency to get out of bed. Thus in the morning it is important to remember the precious human life. You may wonder how to do your daily tasks without sleep. You do not need to abandon sleep, but you should practice moderation and discipline. Furthermore, if you practice for instance the Om Ah Hung Vajra Recitation as you fall asleep, your sleep will become virtuous. Every time you awake in the middle of the night, you should remember sentient beings and recite a few Mani mantras for them. This human life is the fruition of myriad virtues accumulated throughout countless lifetimes. It is a one-time opportunity and we shouldn't expect to obtain such a precious opportunity again in the future. Knowing how precious this human life is, one would not waste one's time with meaningless activities. Moreover, one will always be joyful even if things seem to go wrong, if one becomes a beggar, is without friends and family, or without wealth. Let alone becoming depressed, one would be happy, knowing that one possesses a precious human body, the ship that can bring one beyond the ocean of suffering. In fact, one will know that worldly pleasures will only bring one's own ruin in the future. This human life is very powerful, for humans are endowed with intelligence and the six elements. It is the crossroad between going up or down. If we know how to use this human existence well, we can attain enlightenment in a single life. If we waste this human existence and engage in negative deeds, it will propel us into the lower realms for countless eons. -- Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved. The quotes may be forwarded to friends, but all other uses are reserved.

26. März 2012

Über die Sicht des Vajrayâna

Die Sichtweise des Vajrayâna ist extrem schwer zu realisieren. 
Da diese unklar (obskur) zu sein scheint, fühlen einige sich sicherer, sich als Anhänger des Hinayana-Pfades zu bezeichnen und sich nicht für den Vajrayâna-Pfad zu interessieren. 
Das ist eine legitime Bestrebung.
Genau genommen ist jedoch die Sichtweise des Vajrayâna gar nicht so vernebelt und schwer zu verstehen. Das Vajrayâna erklärt, wie die Dinge wirklich sind. 
Stelle Dir zum Beispiel einen umfangreichen Gletscher vor. Jemand, der das Vajrayâna nicht versteht wird denken, "Dies ist ein Berg aus Eis". Jemand der das Vajrayâna versteht wird denken, "Dies erscheint einem wie ein Berg aus Eis; jedoch, die Natur des Eises ist Wasser. Er ist nicht immer ein Eisberg; irgendwann wird er schmelzen und sich in Wasser verwandeln.“ Wenn Du nur dieses Prinzip verstehst, verstehst Du die Sichtweise des Vajrayâna.  
Das Vajrayâna sagt auch, dass zwar die sechs Bereiche erscheinen, dies aber eine vorübergehende Erscheinung ist. 
In Wahrheit besitzen alle fühlenden Wesen die Buddha-Natur – das Potential die Erleuchtung zu erlangen. Im Geist erscheinen vorübergehend die verschiedensten Gedanken. Sie sind nicht das, was wir wirklich sind; sie kommen und sie gehen und sie verändern sich stetig. Jetzt bist Du wütend und im nächsten Moment liebst Du. All diese Gedanken sind flüchtig. Aber es gibt einen Urgrund des Seins, es gibt da ein bewusstes Gewahrsein das immer da ist. Es kommt und geht niemals; es ist gleichbleibend immer vorhanden. Es stirbt nicht und es ist nicht geboren. Es ist eine zugrunde liegende, ewige, bewusste Wahrnehmung. Du warst niemals von ihr getrennt und wirst es auch nie sein, denn dies ist das, was Du wirklich bist.  
Wenn Du diese Natur wahrnimmst, Deine wahre Natur, dann nimmst Du die wahre Bedeutung des Vajrayâna wahr.
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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

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On the view of Vajrayana


The view of Vajrayana is extremely difficult to realize. Because it seems obscure, some feel safer calling themselves followers of the Hinayana path and are not interested in the Vajrayana path. This is a legitimate aspiration. However, the view of Vajrayana is actually not so obscure and difficult to understand. Vajrayana explains how things really are. For instance, imagine a big glacier. Someone who does not understand Vajrayana will think, "This is a mountain of ice." Someone who understands Vajrayana will think, "This appears to be a mountain of ice; however, the nature of ice is water. It is not always a ice mountain; once it melts it turns into water." If you only understand this principle you understand the view of Vajrayana. Vajrayana says that although the six realms appear, the appearance is temporary. In reality all sentient beings possess buddha nature, the potential to attain enlightenment. In the mind various thoughts arise temporarily.
They are not who we really are; they come and they go and constantly change. Now you are angry; the next moment you love. All these thoughts are momentary. But there is a ground of being, there is a conscious awareness that is always there. It never comes and goes; it is always there unchangingly. It doesn't die and isn't born. There is an underlying eternal conscious awareness. You have never separated from it and you never will, for this is who you really are. When you see this nature, your true nature, you see the true meaning of Vajrayana.


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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche

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21. März 2012

Die positiven Auswirkungen der Praxis

Wenn Du den Wunsch anderen zu helfen hervorrufst, wird Deine Weisheit anwachsen.
Im Gegenzug, wenn Du gedankenvolle Achtsamkeit aufrecht erhältst, wird Dein Wunsch andere zu fördern anwachsen.
Trainiere am Anfang Deinen Geist im Shamata (1) der Liebe.
Durch stetige Praxis wirst Du persönliche Erfahrung sammeln und die Auswirkungen der Praxis sehen. Die Praxis immer und immer wieder anzuwenden, ist die einzige Methode, um glücklich zu sein. 
Wenn Du nicht den Wunsch nach eigenem Glück fallen lässt und die negativen Emotionen die aus diesem Wunsch entstehen, wirst Du niemals wahre Freude finden. Wenn Du nicht die Ursachen des Leidens aufgibst, wirst Du nicht umhin können zu leiden und es gibt nichts was Du dagegen tun könntest.
Karma ist nichts was der Buddha sich nur ausgedacht hat. Mit seiner allwissenden Weisheit sah der Buddha, wie die Dinge wirklich sind und mit seinem Mitgefühl zeigte er uns dies. Er zeigte uns einfach, dass die wirkliche Natur von Mitgefühl und Güte, Glück ist, und dass die wirkliche Natur von Selbstanhaftung Leid ist.
Je stärker unsere Selbstanhaftung ist, desto weniger sind wir fähig uns um andere zu sorgen.
Alles was der Buddha, in den drei Fahrzeugen lehrte, dem Pratimoksha-(2), Bodhisattva-(3) und Vajrayana-Fahrzeug (4), ist eine Methode, um Bodhicitta hervorzurufen. 
Diese Methoden müssen in Praxis umgesetzt werden und anschließend ist es erforderlich in der Praxis auszuharren, ...aber Du kannst keine sofortigen Ergebnisse erwarten. 
Du führst Deine Praxis für viele weitere Lebzeiten zuliebe aus. 

Der Buddha sagte, „Wenn Du wissen möchtest wohin Du als nächstes gehen wirst, dann blicke auf Deine gegenwärtigen Handlungen.“ 

Du wirst nur dann fähig sein den wahren Dharma zu praktizieren, wenn Du auf Karma – Ursache und Wirkung – vertraust und die Kostbarkeit von geduldiger Nachsicht und Liebe verstehst. Wenn Du dies nicht als Basis hast, wird jede andere Praxis keine bedeutsamen Ergebnisse hervorbringen.
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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
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When you give rise to a wish to help others, your wisdom will increase. Conversely, when you maintain mindful awareness, your wish to benefit others will increase. In the beginning train your mind in the Shamata of love. Through continuous practice you will gain personal experience and you will see the effects of practice. To apply the practice again and again is the only method to be happy. If you do not abandon the wish for your own happiness and the negative emotions coming from this wish, you will never find true happiness. If you do not abandon the causes of suffering, you will have no choice but to suffer and there is nothing you can do about it. Karma is nothing that the Buddha had just invented. With his all-knowing wisdom the Buddha saw how things really are and with his compassion he showed this to us. He simply showed us that the very nature of compassion and kindness is happiness, and that the very nature of ego-grasping is suffering.
The stronger our ego-grasping, the less we are able to care for others. All that the Buddha taught in the three vehicles, the Pratimoksha- Bodhisattva- and Vajrayana-vehicles, is a method to give rise to bodhichitta. These methods must be put into practice and then you must persevere in practice, but you cannot expect immediate results. Your practice is for the sake of many future lifetimes. The Buddha said, "If you would like to know where you will go next, look at your present actions." You will only be able to practice the true dharma if you trust in karma, cause and effect, and understand the preciousness of patient forbearance and love. If you do not have this as a basis, all other practice will bear not meaningful results.

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche

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18. März 2012

Der Herzensrat eines alten Vaters

Was ich mit Euch teile, sind nicht die Worte eines großen Gelehrten, sondern die Worte eines alten Vaters mit einer Menge Erfahrung.
Ich habe großes, äußerliches Leid erfahren, dadurch, dass ich zwanzig Jahre in einem Arbeitslager gefangen war. Man könnte dies "ein Problem" nennen. Wie auch immer, innerlich habe ich wirklich kein Leid erfahren. Darüber hinaus halte ich meine Zeit im Gefängnis sogar für eine sehr forteilhafte Zeit.
Als Junge, bevor ich festgenommen wurde, glaubte ich an den Dharma, aber mir fehlte die praktische Erfahrung, mein Glaube war ohne wirkliche Tiefe.
Im Gefängnis hatte ich die Möglichkeit um wirklich zu praktizieren, wobei ich äußerliches Leid mit auf den Pfad der geduldigen Nachsicht nahm.
Nicht ein einziges Mal hoffte ich aus dem Gefängnis frei zu kommen. Ich lebte von Tag zu Tag, frei von Hoffnungen und Ängsten, sendete Mitgefühl an die Wesen, vertraute auf Tara, betete heimlich zu ihr.
Nachdem ich so den Dharma anwendete und die Ergebnisse der Praxis sah, gewann ich Vertrauen in die Gültigkeit des Dharmas und mein Glaube wurde tief und unumkehrbar.
Dann dachte ich, dass es anderen nutzen würde, diese Erfahrungen zu teilen. Und wenn ich reise um zu lehren, teile ich nur meinen Herzensrat mit, der auf meinen eigenen Erfahrungen basiert.
Es ist wichtig, persönliche Erfahrungen zu sammeln, um den Dharma wirklich zu verstehen. Es ist wichtig zu fragen: Was ist wahres Glück? Ist es äußerlich oder innerlich?
Selbst wenn man sehr reich ist und alles hat, was man sich nur wünschen kann, sobald es Hass in der eigenen Familie gibt, erlebt man Hölle-ähnliche Leiden.
Wenn man arm ist, aber Liebe und Güte mit der Familie teilt, erlebt man ein reines Land.
Glück kann nur innerhalb des Geistes entstehen. Glück steht überhaupt nicht im Zusammenhang mit der Außenwelt.
Wenn der Geist gestört ist, findet man überall Leiden, sogar in einem positiven Umstand. Wenn der Geist in Frieden und mit Liebe gefüllt ist, findet man Glück sogar während man von einem scheinbar schwierigen, äußeren Umstand umgeben ist.

"Ausnahmslos jegliches Leid entsteht aus dem Wunsch nach eigenem Glück."

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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
Die Zitate können an Freunde weitergeleitet werden, aber alle anderen Rechte sind vorbehalten.




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What I am sharing with you are not the words of a great scholar but the words of an old father with a lot of experience. I have experienced great external hardships, having spent twenty years confined in a labor camp. You could call this 'a problem.' However, inside I truly did not experience suffering, moreover I consider my time in prison as a very beneficial time. As a boy, before I was arrested, I had faith in the Dharma but lacking practical experience, my faith was somewhat depthless. In prison I had the opportunity to actually practice, taking external hardships onto the path with patient forbearance. Not a single time did I hope to become free from prison, I lived day by day, free of hopes and fears, sending compassion to beings, relying on Tara, praying to her secretly. Having thus applied the Dharma and seen the results of practice, I gained confidence in the validity of the Dharma and my faith became deep and irreversible. 
Then I thought that it would benefit others to share these experiences, and as I travel to teach, I am only sharing my heart advice based on my own experiences. It is important to gain personal experience in order to really understand the Dharma. It is important to ask: What is true happiness? Is it external or internal? Even if one is very rich and has everything one could wish for, if there is hatred in one's family, one experiences hell-like suffering. If one is poor but shares love and kindness with one's family, one experiences a pure land. Happiness can only arise from within the mind, happiness is not at all related to the external world. When the mind is disturbed, one finds suffering anywhere, even in a positive circumstance. If the mind is at peace and filled with love, one finds happiness even while surrounded by a seemingly difficult outer circumstance. "All suffering without exception comes from wishing for one's own happiness."

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche 

Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved. 
The quotes may be forwarded to friends, but all other uses are reserved.

9. März 2012

Ursachen für Glück und Leid

Wir leiden ohne eine Wahl zu haben.
Wir wollen nicht leiden und versuchen alles, um glücklich zu sein. Aber Leid geschieht ungeachtet unserer Wünsche und wir können nichts dagegen tun.
Warum ist das so?
Das ist so, weil wir die Ursachen für Leid bereits in der Vergangenheit angelegt haben.
Aber wo sind diese Ursachen für Leid?
Im Augenblick sind sie in deinem Geist. ...es ist dieser egozentrische Geist und all die negativen Emotionen, die von ihm kommen. Wenn du dir dies eingestehst, wirst du verstehen, dass du für dein Leid verantwortlich bist und dass niemanden sonst beschuldigt werden kann. Wenn du dies verstehst, wirst du in der Zukunft Schwierigkeiten tolerieren und mehr Leid vermeiden können. 

Wenn du glücklich sein willst, dann musst du die Ursachen für Glück kennen. 
Der Buddha sagte: "Ich kann euch den Weg zur Befreiung zeigen, aber die Befreiung hängt von euch selbst ab." 
Ob du Buddhist bist oder nicht, ob du eine Religion praktizierst oder nicht, du hast einen Geist, und vorübergehend sind alle Ursachen für Glück und Leid innerhalb dieses Geistes. Die einzige Ursache für Glück ist Liebe und die einzige Ursache für Leid ist Selbstanhaftung.
Wenn Du nur dies verstehst, hast du die Arbeitsweisen von Karma perfekt verstanden - Ursache und Wirkung. "Ausnahmslos jedes Leid entsteht aus dem Wunsch nach dem eigenen Glück. Der perfekte Buddha entsteht aus dem uneigennützigen Geist."
Ob du irgendeiner Religion folgst oder nicht, die wahre Natur deines Geistes ist die weise Bewusstheit, und das ist der eigentliche Buddha. 

Der Buddha sagte: " Der Buddha ist in allen Wesen. Die Wesen sind nur vernebelt durch vorübergehende Befleckungen." 
Wann auch immer du den falschen Glauben an ein Selbst loslässt, wirst du deine wahre Natur sehen, Leerheit-Mitgefühl. 
Jegliche Wesen sehen den Buddha sobald sie ihre wahre Natur sehen, das was sie wirklich sind.

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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
Die Zitate können an Freunde weitergeleitet werden, aber alle anderen Rechte sind vorbehalten.




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We suffer without choice. We do not want to suffer and we try everything to be happy but suffering happens regardless of our wishes, and we can't do anything about it. Why is this so? It is because we have already created the causes for suffering in the past. But where are those causes of suffering? They are within your mind right now, it is the self-centered mind and all the negative emotions that come from it. If you recognize this, you will understand that you are responsible for your suffering and that there is no one else to blame. Understanding this you will be able to tolerate difficulties and avoid more suffering in the future. If you want to be happy you must know the causes for happiness. The Buddha said, "I can show you the path to liberation, but liberation depends on yourself." Whether you are a Buddhist or not, whether you practice any religion or not, you have a mind, and temporarily all causes for happiness and suffering are within this mind. The only cause of happiness is love and the only cause of suffering is self-grasping. If you just understand this, you have understood the workings of karma, cause and effect, perfectly. 'All suffering without exception comes from wishing for one's own happiness. The perfect Buddhas arise from the altruistic mind.' Whether you follow any religion or not, the true nature of your mind is wisdom awareness, and that is the actual Buddha. The Buddha said: "The Buddha is within all beings. Beings are only obscured my temporary stains." Whenever you let go of the false belief in a self, you will see your true nature, emptiness-compassion. Every being sees the Buddha when they see what they really are, their true nature. 

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche 
Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved. The quotes may be forwarded to friends, but all other uses are reserved.