21. Juni 2012

Vers 6: Die 37 Bodhisattva Übungen

Wenn man auf die vortrefflichen, spirituellen Freunde vertraut, erschöpfen sich die eigenen Fehler und die eigenen Qualitäten wachsen an wie der zunehmende Mond. Die vortrefflichen, spirituellen Freunde sogar mehr wertzuschätzen als den eigenen Körper, ist des Bodhisattvas Praxis.
(übersetzt nach Ari Kievs neuer Übersetzungs-Version 2012, redigiert Sonam Spitz 2013)

Warum ist der spirituelle Lehrer wichtiger als der eigene Körper? Der Körper ist vergänglich und wird zur Seite gelegt werden, wie ein Gast, der ein Gasthaus verlässt.
Aber wenn wir nur ein Wort unseres Lehrers verstehen und dementsprechend praktizieren, werden wir Zufriedenheit in allen zukünftigen Leben erfahren. 
Wenn uns der Lehrer nur in Karma, Ursache und Wirkung, einführt, ist es als würde man zwei weit geöffnete Augen erhalten, …die Erkenntnis, die weiß was zu tun und was aufzugeben ist. Lediglich durch die Einführung in Karma, wurde uns der Pfad gezeigt, wie wir Zufriedenheit in allen zukünftigen Leben erzeugen können.
Somit, selbst wenn uns jemand Millionen von Dollar anbieten sollte, könnte das nicht gleichgesetzt werden mit dem Nutzen einer einzigen Zeile aus Belehrungen unseres Gurus. In der Tat kann Geld leicht dafür benutzt werden, sogar noch mehr Leid zu schaffen. 
Die Ursache allen Leidens ist der ich-bezogene Geist und all die negativen Emotionen. Wenn Du das verstehst, werden Deine Fehler entkräftet.
Wenn Du verstehst, dass die einzige Ursache für Zufriedenheit, ein reiner und liebender Geist ist, werden deine Qualitäten anwachsen wie der zunehmende Mond. 
Der Weg zu solcher Erkenntnis, ist uns gegeben durch unseren spirituellen Lehrer. Aus diesem Grund ist er kostbarer, als der eigenen Körper.

Was bedeutet es den spirituellen Lehrer wertzuschätzen? 
Nur seinen Körper wertzuschätzen führt zu Schwierigkeiten; was wir wertschätzen müssen sind seine Worte und Anweisungen. Seine Worte wertzuschätzen bedeutet, genau hin zu hören und sie dann zum eigenen Geist hinzuzufügen, …sie in die Tat umzusetzen.
Zuerst müssen wir die Belehrungen verstehen, und dann müssen wir persönlich erleben was wir gelernt haben. Wir erleben die Belehrungen indem wir über sie nachdenken und meditieren, bis ein Gefühl der Gewissheit entsteht. Zum Beispiel erklärt uns der Lehrer die Kostbarkeit der Liebe. Ein intellektuelles Verständnis ist bereits ein großer Verdienst. Wie dem auch sei, ein intellektuelles Verständnis wird nicht die Wurzel unseres Leidens zerstören, unsere negativen Emotionen. Es hilft natürlich, aber um wirklich jenseits von Leid zu gelangen müssen wir praktizieren, eine lebendige Erfahrung machen.
Wenn wir eine persönliche Erfahrung machen, werden wir direkt sehen, wie kostbar Liebe ist. Dies zu wissen, basierend auf direktem Erfahren, führt dazu sie nicht fort zu lassen, egal zu welchem Preis.
Liebe nicht loszulassen, bringt uns dazu uns an sie zu gewöhnen, bis zu dem Punkt an dem es mühelos wird und sie jederzeit auf natürliche Weise bestehen bleibt.
Dann haben wir perfekten Frieden und Zufriedenheit geschaffen und wir sind schlussendlich jenseits des Leidens gelangt. 
Die Wurzelursache ist der die Güte unseres Lehrers.

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Erinnerungen der Güte, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.
Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
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Alle anderen Rechte sind vorbehalten.

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The 37 Bodhisattva Practices Series:

Verse 6

"When sublime spiritual friends are relied upon, one's faults are exhausted and one's qualities increase like the waxing moon. Holding sublime spiritual friends even more dear than one's own body is the Bodhisattvas' practice."

Why is the spiritual teacher more important than one's own body? The body is impermanent and we will cast it aside, like a guest leaving a guest-house. But if we understand just one word of our guru, and practice accordingly, we will experience happiness in all future lives. When the teacher only introduces us to karma, cause and effect, it is like receiving two wide-open eyes, the knowledge that knows what to do and what to give up. Simply by being introduced to karma, we are shown to path to create happiness in all future lives. Therefore, even if someone were to offer us millions of dollars, it could not compare to the value of receiving a single line of teachings from our guru. In fact, money may easily be used to create even more suffering. The cause of all suffering is the self-centered mind, and all the negative emotions. When you recognize this, your faults will be exhausted. 
When you recognize that the only cause of happiness is a pure and loving mind, your qualities will increase like the waxing moon. The path to such recognition is given to us by our spiritual teacher. For this reason he is more precious than one's own body. 
What does it mean to hold the spiritual teacher dear? Holding his body dear only leads to trouble; what we must hold dear are his words or instructions. Holding his words dear means to listen properly and then apply them to one's own mind, put them into practice. First we must understand the teachings, and then we must personally experience what we have learned. We experience the teachings by reflecting and meditating on them until a feeling of certainty arises. For instance, the teacher explains to us the preciousness of love. An intellectual understanding is already a great merit. However, an intellectual understanding will not dispel the root of our suffering, our negative emotions. It certainly helps, but in order to truly pass beyond suffering, we must practice, gain a living experience. When we gain a personal experience, we will directly see how love is so precious. Knowing this, based on experiencing it directly, one will not let go of it at any cost. 
Not letting go of love, we will habituate to it to the point when it becomes effortless and always remains naturally. Then we have created perfect peace and happiness and have finally passed beyond suffering. The root cause is the kindness of our teacher. 

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche 

Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved. 
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9. Juni 2012

Vers 5: Die 37 Bodhisattva Übungen


"Wenn man mit ihnen beisammen ist, nehmen die drei Gifte zu, die Praxis von Hinhören, Nachdenken und Meditieren nimmt ab, und Liebe und Mitgefühl gehen Zugrunde. Solche schlechten Freunde aufzugeben, ist des Bodhisattvas Praxis."
(übersetzt nach Ari Kievs neuer Übersetzungs-Version 2012/ Neue Version unter Leitung von Sonam Spitz 2013)
 
Man mag denken, dass bösartige Gefährten diejenigen sind, die uns hassen. Aber das ist nicht unbedingt der Fall. Aus der Perspektive des Pratimoksha-Pfades, ist ein bösartiger Gefährte jemand, der uns davon abhält Dharma zu praktizieren. Wenn wir nicht praktizieren wachsen die drei Gifte, Begierde, Hass und Ignoranz, an. Ein liebevoller Freund kann jemand sein, der dich vom Praktizieren abhält und ein Störenfried kann dir helfen zu praktizieren. 
Weiterhin ist es besser einen problematischen Freund zu haben, der an Karma glaubt, als einen erfahrenen Wohltäter, der nicht an Karma glaubt.
Wie auch immer, ein Anfänger im Praktizieren, dessen Praxis noch nicht stabil ist, könnte durch solch einen Gefährten negativ beeinflusst werden, ...zum Beispiel könnten sie anfangen zu trinken und zu rauchen ...oder Karma abzulehnen. Es ist besser solch einen Gefährten zu meiden, denn negativer Einfluss führt schlichtweg zum Anwachsen von negativem Karma.
Ein Bodhisattva praktiziert Geduld und Liebe, deshalb gibt es niemanden, der aufgegeben wird. Diejenigen, die problematisch sind, sind Wohltäter der Geduld, ...und diejenigen, die liebend sind, sind Wohltäter der Liebe.
Wenn es jemandem möglich ist, Stabilität in Geduld und Liebe aufrecht zu erhalten, gibt es keinen Grund einen problematischen Menschen auf zu geben. Ein Bodhisattva wird nicht negativ beeinflusst, und durch das Aufrechterhalten des Verkehrs mit einer problematischen Person, kann Letztere sogar sich verändern und eine bessere Person werden.
Besonders wenn wir Anfänger im Praktizieren sind, können wir in Beziehungen enden, die wir nicht verlassen können, ...besonders wenn unsere Praxis noch nicht stabil ist. Infolge von karmischen Kräften treffen sich Menschen und sind verpflichtet zusammen zu leben.
Also, was können wir unternehmen?
Wir müssen Achtsamkeit erzeugen und eher die betrübten Emotionen aufgeben, als den Gefährten. Der wahre bösartige Freund der aufgegeben werden sollte, ist die Selbst-Anhaftung. Wenn wir diesen bösartigen Freund nicht aufgeben, werden uns immer Hindernisse entgegentreten.
Einen bösartigen Gefährten aufzugeben, heißt nicht, unsere Freunde aufzugeben, die uns nerven, und zu denken, "Wir streiten uns dauernd, wir trennen uns lieber." Dies wäre ein Fehler, und wenn wir das machen, werden wir immer und immer wieder mit unharmonischen Freunden Bekanntschaft machen.
Wir sind Halter der Bodhisattva Gelübde. Wir haben versprochen Liebe, Mitgefühl und Bodhicitta für alle zu kultivieren, deswegen können wir nicht sagen "alle außer ihm.". Trotzdem müssen wir nicht falsche Sichtweisen akzeptieren. Was auch immer jemand mit falschen Sichtweisen, Begierde, Wut, oder Sektierertum sagt, ...Du solltest nicht darauf hören. 
Kurz gesagt, wir müssen unseren Geist reinigen; wenn wir Gedanken der Begierde oder Ablehnung folgen, wird unsere Liebe, unsere Güte und unser Mitgefühl verschwinden.

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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
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The 37 Bodhisattva Practices Series:

Verse 5 

"When evil companions are associated with, the three poisons increase, the activities of listening, pondering and meditation decline, and love and compassion are extinguished. Abandoning evil companions is the Bodhisattvas' practice."

One may think that evil companions are those mean people who hate us. But this is not necessarily the case. From the perspective of the Pratimoksha path an evil companion is someone who prevents us from practicing the Dharma. If we do not practice, the three poisons, desire, hatred and ignorance increase. A loving friend may be someone preventing your from practice, and a troublemaker may help you to practice. Furthermore, it is better to have a troublesome friend who believes in karma, than a skillful benefactor who does not believe in karma. However, a beginning practitioner, whose practice is not yet stable, might be influenced in a negative way by such a companion, for instance, they might begin drinking and smoking, or deny karma. As such negative influence leads to the increase of negative karma, it is better to avoid such companions. A bodhisattva practices patience and love, thus there is no one to be abandoned. 
Those who are troublesome are benefactors of patience, and those who are loving are benefactors of love. If one is able to sustain stability in patience and love, there is no need to abandon troublesome people. 
A bodhisattva will not be influenced negatively, and by keeping the troublesome person company, the latter may even change and become a better person. Even if we are a beginning practitioner, we might end up in a relationship that we cannot abandon, even though our practice is not yet stable. Due to karmic forces people meet and are bound to live together. So what can we do? We have to generate awareness and abandon rather the afflictive emotions than the companion. The true evil companion to be abandoned is self-grasping. If we do not abandon this evil companion, we will always encounter obstacles. Abandoning evil companions does not mean to abandon our friends who are annoying, thinking, "we always fight, we better break up." This would be a mistake and by doing that we will meet unharmonious friends again and again. We are holders of the bodhisattva vows. We promised to cultivate love, compassion, and bodhichitta for everyone, so we cannot say “everyone except him.” 
Still, we must not accept wrong views. Whatever someone with wrong views, desire, anger, or sectarianism says, you should not listen to it. In brief, we have to purify our mind; if we follow thoughts of desire and aversion, our love, kindness and compassion vanish. 

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche 

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27. Mai 2012

Vers 4: Die 37 Bodhisattva Übungen


"Lang-verbundene Gefährten werden getrennt. Mit viel Mühe erworbener Reichtum und Besitztum wird zurück gelassen. Bewusstsein, der Gast, wird das Gasthaus des Körpers hinter sich lassen. Dieses Leben los zu lassen, ist des Bodhisattvas Praxis."
(übersetzt nach Ari Kievs neuer Übersetzungs-Version 2012, redigiert Sonam Spitz 2013)

Ab dem Tag an dem wir von unseren Müttern geboren wurden bis zum Tag an dem wir sterben, ist dieses Leben wie ein Traum.
Gewöhnliche Menschen denken, dass der Traum der letzen Nacht unreal ist, aber dass dieses Leben die Realität ist. Dies ist ein großes Missverständnis.
Dieses Leben und der Traum der letzen Nacht besitzen dieselbe Grundnatur. Wenn wir sie erleben erzeugen sie eine Realität, eine reele Erfahrung, dennoch sind sie von ihrem Wesen her illusorisch.
Nachdem wir gestorben sind, erwacht das Bewusstsein im Bardo. Das ist dann so, als erwachte man vom Traum des Lebens. Das Leben wird plötzlich unreal wirken, alles was uns in dieser Welt und in diesem Leben erschienen ist, wird verschwunden sein, wie der Traum der letzten Nacht, und zu einer Erinnerung werden, die schwindet. Dann wird der Bardo, obwohl er von seinem Wesen her illusorisch ist, unsere Realität werden.
Solange wir träumen ist der Traum die eigentliche persönliche Erfahrung. Nur wenn wir aus dem Traum aufwachen, realisieren wir, dass es nur ein Traum war.
Oder, selbst wenn wir realisieren, dass wir uns in einem Traum befinden, ...für den Zeitraum in dem das Karma diesen Traum zu erfahren fortdauert, werden wir weiterhin das illusorische Leid und Glück unseres Traumes erfahren.  
Wenn wir träumen, werden die Eindrücke, die in unserem Geist gespeichert sind, aktiviert und manifestieren sich in der Form unserer Traum-Wahrnehmungen.
Ebenso sind die Wahrnehmungen dieses Lebens nichts anderes als die Projektionen unseres eigenen Karmas, leidbringende Emotionen, und mentale Eindrücke.
Die Visionen des Bardos haben die gleiche Natur, sie sind die Projektionen unseres eigenen Geistes.
Auch wenn es uns im Bardo am Aggregat der Form fehlt (dem physischen Körper), sind all die anderen Aggregate (Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltendes, und Bewusstsein) weiterhin vorhanden.
Das Bewusstsein klammert immer noch an der Vorstellung eines Selbst und erfährt dadurch Angst und Terror.
Du kannst die Erscheinungen des Bardos nicht kontrollieren, sie werden genauso real erscheinen wie dieses Leben.

Lord Jigten Sumgön sagte:
„Ich bin ein Yogi, der realisiert hat, dass dieses Leben, das nächste Leben und der Bardo, eins sind.“

Daher erkenne die Sinnlosigkeit des Klammerns an die Belange dieses Lebens!

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Erinnerungen der Güte, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
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The 37 Bodhisattva Practices Series: 

 

Verse 4 

 
"Long-associated companions will part from each other. Wealth and possessions obtained with effort will be left behind. Consciousness, the guest, will case aside the guest-house of the body. Letting go of this life is the Bodhisattvas' practice."

From the day we are born to our mothers until the day we die, this entire life, is like a dream. Ordinary people think that last night's dream is unreal, but this life is the reality. This is a great mistake. This life and last night's dream have the same nature. When we experience them, they constitute a reality, a real experience, yet they are illusory by nature. After we have died, the consciousness awakens in the bardo. Then it is like awakening from the dream of life. Life will seem unreal all of a sudden, everything that appeared to us in this world in this life, will be gone, like last night's dream, and become a fading memory. Then the bardo, while illusory by nature, becomes our reality. For as long as we dream, the dream is an actual personal experience. Only when we awaken from the dream we realize that it was just a dream. 
Or, even if we recognize that we are in a dream, for as long as the karma to experience this dream lasts, we will continue to experience the illusory suffering and happiness of our dream. When we dream, the imprints that are stored in our mind, become activated and manifest in the form of our dream perceptions. Also the perceptions of this life are nothing but the projections of our own karma, afflictive emotions, and mental imprints. The visions of the bardo have the same nature, they are the projections of our own mind. Although in the bardo we lack the aggregate of form (a physical body), all the other aggregates (feeling, cognition, formatives, and consciousness) are still there. The consciousness still clings to the notion of a self and thus experiences fear and terror. You cannot control the appearances of the bardo, it will seem just as real as this life. Lord Jigten Sumgon said, “I am a yogi who realizes this life, the next life, and the bardo to be one.” 
Thus, see the futility of clinging to the concerns of this life! 

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche 

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20. Mai 2012

Vers 3: Die 37 Bodhisattva Übungen

"Wenn schädliche Plätze verlassen wurden, schwinden störende Gefühle allmählich. Ohne Ablenkung nehmen tugendhafte Bemühungen auf natürliche Weise zu. Klaren Geistes zu sein, lässt genaues verstehen des Dharmas anwachsen. Zuflucht zu abgeschiedenen Plätzen zu suchen, ist des Boddhisattvas Praxis."
(übersetzt nach Ari Kievs neuer Übersetzungs-Version 2012)

'Zuflucht zu abgeschiedenen Plätzen zu suchen' bezieht sich auf die Isolation von Körper, Rede und Geist; nicht nur des Körpers. Der ganze Sinn den Körper und die Sprache zurück zu ziehen, ist in der Tat nur dazu da, um den Geist zurück zu nehmen.
Den Geist zurück zu nehmen meint, nicht unter die Kraft der Gedanken und Emotionen zu fallen. 
Nur den Geist und den Körper zurück zu nehmen, während der Geist immer noch an Gedanken und Emotionen hängt, das ist sinnlos.
Wir nehmen den Körper zurück, durch das Reisen an isolierte Plätze, und wir ziehen die Sprache zurück, durch das Still-bleiben.
Wir unternehmen dies, damit wir eine Umwelt schaffen, in der der Geist nicht dauernd von den verschiedensten Attraktionen der Sinne abgelenkt ist.
Dies wird oft missverstanden und Menschen lösen sich selbst aus der Gesellschaft, um in Abgeschiedenheit zu leben und ins Retreat zu gehen. 
Aber es wird nur ein Retreat, wenn wir fähig sind unseren Geist zurück zu nehmen und nicht unter die Kraft unserer eigenen Fixierungen zu fallen. Einige Leute ziehen sich nie von der Welt zurück, sind aber trotzdem fähig die Achtsamkeit aufrecht zu erhalten und fallen nicht unter die Kraft ihrer Gedanken.
Der Letzte ist derjenige, der sich tatsächlich im Retreat befindet. Wie auch immer, für Anfänger im Praktizieren ist ein Platz in Isolation förderlich für die Praxis, denn der Geist ist nicht  ausreichend gebändigt, um den Ablenkungen und Amüsements der Welt stand zu halten oder zu widerstehen. An einem isolierten Platz fehlen solche Amüsements und so wird der wilde und ruhelose Geist es einfacher finden sich zu beruhigen. Zumal man sich an solch einem Platz nicht mit äußeren Ablenkungen konfrontiert sieht, ist es einfacher sich nach innen zu wenden und den Geist zu betrachten. Wenn man so verfährt wird der Wunsch Tugendhaftigkeit zu praktizieren anwachsen. Wenn der Geist still und beständig ist, ist es einfacher Mitgefühl, Geduld und andere Vollkommenheiten zu kultivieren. Ein schädlicher Ort ist ein Platz, der zum Anwachsen von negativen Gedanken und Emotionen führt. Dies kann jeder Platz sein, ein alltäglicher Ort oder eine Einsiedelei. Wenn man an einem alltäglichen Ort fähig ist, den eigenen Geist zu kontrollieren und nicht unter die Kraft der Gedanken zu fallen, ist es kein schädlicher Ort.
Tatsächlich sollten Yogis, deren Geist beständig ist, zu alltäglichen Orten der Ablenkung reisen, um ihre Verwirklichung zu testen. 
Um es kurz zu sagen, ein schädlicher Ort ist ein Ort der zum Anwachsen von Negativtät und Anhaftung führt und ein vorteilhafter Ort ist ein Ort an dem man nicht nach dem greift was auch immer erscheint. 
Da die meisten Menschen arbeiten müssen und sich selbst nicht an isolierte Plätze zurückziehen können, kannst Du Dich auch für kurze Zeit selbst isolieren, zum Beispiel für einen Woche, oder ein Wochenende, oder auch nur für einen Tag, oder ein paar Stunden.
Wenn Du eine lebendige Erfahrung erlangst, durch das Praktizieren auf solch eine Art und Weise, so viel Du nur kannst, wirst Du herausfinden, das oftmals die Plätze an denen wir uns an uns am Meisten erfreuen, die schädlichsten Plätze sind, und wenn Deine Geduld anwächst, wirst Du herausfinden, dass Deine Feinde eine Verbesserung Deiner Praxis sein können. 
Aus der Perspektive des Dharma tauschen manchmal Freunde und Feinde die Rollen.

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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
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The 37 Bodhisattva Practices Series:

 

Verse 3

 
"When harmful places are abandoned, disturbing emotions gradually diminish. Without distraction, virtuous endeavors naturally increase. Being clear-minded, definite understanding of the Dharma arises. Resorting to secluded places is the bodhisattvas’ practice."

'Resorting to secluded places' refers to the isolation of body, speech and mind; not only the body. The whole purpose of secluding the body and speech is in fact only to seclude the mind. Secluding the mind means not to fall under the power of thoughts and emotions. Only secluding the body and speech while the mind still clings to thoughts and emotions, it is pointless. We seclude the body by traveling to isolated places, and we seclude the speech by remaining in silence. We do this in order to create an environment in which the mind is not constantly distracted by various sensory attractions. This is often misunderstood and people remove themselves from society in order to live in a hermitage to do retreat. But it only becomes a retreat if we are able to seclude our minds by not falling under the power of our own fixations. Some people never seclude themselves from the world but are still able to sustain awareness and do not fall under the power of their thoughts. 
The latter is the one who is actually in retreat. However, for beginning practitioners, a place in isolation is conducive for practice because the mind is not sufficiently subdued in order to be able to withstand or resist the distractions and entertainments of the world. In an isolated place such entertainments are lacking and thus the wild and restless mind will find it easier to calm down. Since at such a place one is not faced with outer distractions, it is easier to turn inward and watch the mind. By doing so, the wish to practice virtue will increase. When the mind is calm and stable it is easier to cultivate compassion, patience and the other perfections. A harmful place is a place that leads to the increase of our negative thoughts and emotions. This can be any place, a mundane place or a hermitage. If, in a mundane place, one is able to control one's mind and not fall under the power of thoughts, it is not a harmful place. 
In fact, yogis whose minds are stable should travel to mundane places of distraction in order to test their accomplishment. In brief, a harmful place is a place that leads to the increase of negativity and fixation, and a beneficial place is a place where one does not grasp at whatever arises. Since most people have to work and cannot seclude themselves to isolated places, you can also isolate yourself for short periods of time, for example a week, or for the weekend, or even just for a day or a few hours. As you gain a living experience by practicing in such a way as much as you can you will find that often the places we enjoy ourselves at are harmful places, and as your patience increases you will find that your enemies can be an enhancement to your practice. From the perspective of the Dharma, friend and enemies sometimes change roles."

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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche 

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Vers 2: Die 37 Bodhisattva Übungen


"Der Geist der Anhaftung an unsere Lieben schwankt wie Wasser. Der Geist des Hasses auf Feinde brennt wie Feuer. Der Geist der Ignoranz, der vergisst, was anzunehmen und was abzulegen ist, ist stark vernebelt. Das eigene Heimatland aufzugeben, ist des Bodhisattvas Praxis."

(übersetzt nach Ari Kievs neuer Übersetzungs-Version 2012)

Die Wurzelursache Samsaras ist die Anhaftung an die falsche Idee eines Selbst. Aufgrund von Anhaftung nehmen wir immer und immer wieder Geburt in den sechs Bereichen Samsaras an.
Obgleich man in dieser Welt leben mag, ...wenn man nicht anhaftet, wandert man nicht in Samsara. 
In unserem Heimatland treffen wir auf Gegenspieler, die wir nicht leiden können, und wir haften an unseren Familien und Freunden. Wenn wir unser Heimatland verlassen und an einen anderen Ort gehen, haften wir nicht an den Menschen dort, wir betrachten sie alle gleich.
Wie auch immer, wenn wir nicht den Nachteil von Anhaftung und Ablehnung verstehen, werden wir wieder unsere Gegner hassen und an unseren Freunden hängen, auch wenn wir an einen anderen Ort ziehen. Wieder werden wir an den Menschen anhaften, die uns wohlwollend behandeln und diejenigen nicht mögen, die zu uns unfreundlich sind. Daher ist es wichtig, den Irrtum von Anhaftung und Ablehnung zu erkennen. Wenn Du in der Lage bist, diesen Irrtum wahrzunehmen, gibt es keinen Grund, Dein Heimatland aufzugeben. 


Bedenke, was passiert, wenn nur eine subtile Emotion der Anhaftung oder Ablehung aufkommt. Zum Beispiel, wenn Du anderen eine bestimmte Person beschreibst, ...wenn er dein Freund ist, wirst Du nur seine guten Qualtitäten erwähnen; aber wenn Du ihn nicht magst, wirst Du nur seine Fehler aufzeigen und seine guten Qualitäten unerwähnt lassen. 
Befleckt durch Anhaftung und Ablehnung können wir nicht sehen, wie die Dinge wirklich sind. Wenn wir über Situationen nachdenken, die weniger emotional aufgeladen sind, werden wir verstehen, dass wahre Intelligenz innerhalb eines Geistes des Gleichmuts entsteht, ein Geist, der ungefärbt von Anhaftung und Ablehnung bleibt. Wenn Du aufmerksam bist und Deine Gedanken aufsteigen siehst, zum Beispiel in einem Gespräch, wirst Du sofort wahrnehmen, wenn Du versucht bist, etwas Negatives über jemanden zu sagen, nur weil Du ihn oder sie nicht besonders magst.
Anhaftung und Liebe können sehr leicht verworren sein... Liebe meint, aufrichtige Liebe zu leben und dem anderen Glück zu wünschen, ohne jegliches Gefühl des Besitzens und des Wunsches nach eigenem Glück. 


Sogar jemand, der generell Karma versteht, kann dieses [Wissen] zeitweise verwerfen, wenn eine intensive Emotion der Wut oder der Begierde entsteht. Manche sind von der Emotion überwältigt und beteiligen sich blindlings an negativen Handlungen. Andere verüben wissentlich üble Taten, unfähig, ihnen zu widerstehen aufgrund der Kraft der Leidenschaft. Das ist es, was der Vers meint mit "Der Geist der Ignoranz, der vergisst, was anzunehmen und was abzulegen ist."
Tilopa sagte zu Naropa: "Sohn, es sind nicht die Erscheinungen, die dich fesseln, es ist das Greifen nach diesen Erscheinungen, das den Geist fesselt."
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Erinnerungen der Güte, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Redigiert von Ulli Kupzog 2013
Übersetzung des Verses redigiert von Sonam Spitz 2013
Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
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The 37 Bodhisattva Practices Series:

Verse 2

 
"The mind of attachment to loved ones wavers like water. The mind of hatred of enemies burns like fire. The mind of ignorance which forgets what to adopt and what to discard is greatly obscured. Abandoning one’s homeland is the bodhisattvas’ practice." The root cause of samsara is the attachment to the false idea of a self. Due to attachment we take birth in the six realms of samsara again and again. Although one may live in this world, if one is not attached, one does not wander in samsara. In our homeland we meet the adversaries whom we dislike, and we are attached to our families and friends. If we abandon our homeland and go to a different place, we are not attached to the people there, we see them all as the same. However, if we do not understand the detriment of attachment and aversion, we will again hate our opponents and cling to our friends, even if we move to a different place. Again we become attached to those people who treat us well and we dislike those who are unkind to us. Thus it is important to recognize the fault of attachment and aversion. If you are able to recognize their fault, there is no need to abandon your homeland. Consider what happens when only a subtle emotion of attachment or aversion arises. For example, when you are describing a certain person to others, if he is your friend, you will only mention his good qualities; but if you dislike him, you will only point out his faults and not mention his good qualities. Tainted by attachment and aversion we cannot see how things really are. When we think about situations that are less emotionally charged, we come to understand that true intelligence arises within a mind of equanimity, a mind that remains uncolored by attachment or aversion. If you are mindful and recognize your mental arisings, for example, in conversation you will immediately recognize when you are tempted to say something negative about someone just because you don’t like them very much. Attachment and love can easily be confused. Love means to feel sincere love and a wish for the other's happiness, without any sense of ownership and a wish for one's own happiness.
Even someone who generally understands karma, temporarily dismisses it when an intense emotion of anger or desire arises. Some are overwhelmed by the emotion and blindly engage in negative deeds. Others commit evil deeds knowingly but are incapable to resist due to the force of the passion. This is what the verse means by “the mind of ignorance which forgets what to adopt and what to discard.”Tilopa said to Naropa: "Son, it is not the appearances that fetter you, it is the grasping at those appearances that fetters the mind." 

  -- Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved. The quotes may be forwarded to friends, but all other uses are reserved.


3. April 2012

Vers 1: Die 37 Bodhisattva Übungen

1: Zum Zeitpunkt, wenn das schwer zu erlangende Schiff der freien Zeit (Muße) und des Vermögens erreicht wurde, ist unablässiges Hinhören, Nachdenken und Meditieren bei Tag und Nacht, um sich selbst und andere aus dem Ozean der zyklischen Existenz zu befreien, des Bodhisattvas Praxis.

(übersetzt nach Ari Kievs neuer Übersetzungs-Version 2012)


Viele Menschen halten die vorbereitenden Übungen für nicht so wichtig und denken, da sie ja schon ein Buch gelesen haben, dass sie die 18 Freiheiten und Ausstattungen [1] bereits verstehen und sich nicht mehr damit beschäftigen müssen. Sie gehen lieber zu "realeren und tiefgründigeren" Übungen über.
Laut Lord Jigten Sumgön sind die vorbereitenden Übungen die tiefgründigsten. 

Du wirst nur dann frei vom Kreislauf der Existenzen, dem Ozean des Leidens, wenn Du von ganzem Herzen frei sein möchtest. Ansonsten, ganz egal, mit welchen anderen fortgeschrittenen Übungen Du Dich befasst, werden sie Dich nicht vom Leiden befreien und möglicherweise vielmehr das Ego noch stärken

Zu Beginn solltest Du die Kostbarkeit dieser menschlichen Wiedergeburt verstehen und wie schwierig es ist, sie zu erlangen. Normalerweise fragen wir andere: „Wie hast Du letzte Nacht geschlafen?“ und wenn sie antworten: „Ich habe gut geschlafen.“, sagen wir: „Das ist wirklich gut.“ 
Wenn wir nicht genug Schlaf bekommen haben, bedauern wir uns selbst. Das ist ein Zeichen, dass der Gedanke des kostbaren, menschlichen Lebens noch nicht vollständig in unserem Geist angekommen ist. Wenn er in unserem Geist angekommen wäre, würde uns jede Minute reuen, die wir mit Schlaf verschwendet haben. Wir wären morgens nicht träge und mürrisch, sondern wir würden uns beim Aufwachen an das kostbare, menschliche Leben erinnern und ein Gefühl der Dringlichkeit empfinden, aus dem Bett zu kommen.
Demzufolge ist es morgens wichtig, sich an das kostbare, menschliche Leben zu erinnern.

Du magst dich fragen, wie Du Deine täglichen Verpflichtungen ohne Schlaf verrichten sollst. 
Du brauchst nicht auf Schlaf zu verzichten, aber Du solltest Mäßigung üben und Disziplin. Außerdem, wenn Du zum Beispiel die OM AH HUNG Vajra Rezitation praktizierst bis Du einschläfst, wird Dein Schlaf tugendhaft.
Jedes Mal, wenn Du mitten in der Nacht aufwachst, solltest Du Dich an die fühlenden Wesen erinnern und ein paar Mani-Mantras für sie rezitieren.

Dieses menschliche Leben ist die Frucht von Myriaden Tugenden, die während zahlloser Leben angesammelt wurden. Es ist eine einmalige Chance, und wir sollten nicht erwarten, in der Zukunft solch eine kostbare Gelegenheit noch einmal zu erhalten. 
Wenn man weiß, wie kostbar dieses menschliche Leben ist, würde man die eigene Zeit nicht mit sinnlosen Aktivitäten verschwenden. 
Zudem wäre man immer fröhlich, auch wenn es den Anschein hat, dass Dinge falsch laufen, ...wenn man zum Bettler wird, ohne Freunde und Familie dasteht oder ohne Reichtum.
Geschweige denn depressiv zu werden, ...man würde sich freuen zu wissen, dass man einen kostbaren, menschlichen Körper besitzt, das Schiff, dass einen über das Meer des Leidens hinausbringen kann. 
In der Tat wird man wissen, dass weltliche Freuden einem in der Zukunft nur Ruin bringen werden. 

Dieses menschliche Leben ist sehr machtvoll, da Menschen mit Intelligenz und den sechs Elementen ausgestattet sind. 
Es ist die Kreuzung zwischen [dem Weg nach] oben oder unten.
Wenn wir wissen, wie man diese menschliche Existenz gut einsetzt, können wir Erleuchtung innerhalb eines einzigen Lebens erlangen. 
Wenn wir diese menschliche Existenz verschwenden und uns in negativen Handlungen verlieren, wird es uns für unzählige Äonen in die niederen Bereiche treiben.
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Erinnerungen der Güte, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Zweite Überarbeitung März © 2013
Redigiert Ulli Kupzog
Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler. Die Zitate können an Freunde weitergeleitet werden, aber alle anderen Rechte sind vorbehalten.

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The 37 Bodhisattva Practices Series:

Verse 1 

1: At this time when the difficult-to-gain ship of leisure and fortune has been obtained, ceaselessly hearing, pondering, and meditating day and night in order to liberate oneself and others from the ocean of cyclic existence is the bodhisattvas’ practice.

Many people do not consider the preliminaries very important, thinking that because they have read a book they already understand the eighteen leisures and fortunes and don’t have to concern themselves with them any longer. They rather move on the 'real and more profound' practices. According to Lord Jigten Sumgon the preliminaries are most profound. You will only become free from the cycle of existence, the ocean of suffering, if your whole heart wants to become free, otherwise no matter what other advanced practices you may engage in, they will not free you from suffering and in fact, they may even reinforce the ego. In the beginning you must understand the preciousness of this human incarnation and how difficult it is to obtain. Normally we ask others, 'how did you sleep last night?' And when they respond, 'I slept well,' we say, 'that's really good.' If we didn't get enough sleep, we feel sorry for ourselves. This is a sign that the thought of the precious human life has not yet fully dawned in our mind. If it would have dawned in our mind we would feel sorry for every minute we wasted sleeping. We would not be sluggish and grouchy in the morning, but upon awakening we would remember the precious human life and feel a sense of urgency to get out of bed. Thus in the morning it is important to remember the precious human life. You may wonder how to do your daily tasks without sleep. You do not need to abandon sleep, but you should practice moderation and discipline. Furthermore, if you practice for instance the Om Ah Hung Vajra Recitation as you fall asleep, your sleep will become virtuous. Every time you awake in the middle of the night, you should remember sentient beings and recite a few Mani mantras for them. This human life is the fruition of myriad virtues accumulated throughout countless lifetimes. It is a one-time opportunity and we shouldn't expect to obtain such a precious opportunity again in the future. Knowing how precious this human life is, one would not waste one's time with meaningless activities. Moreover, one will always be joyful even if things seem to go wrong, if one becomes a beggar, is without friends and family, or without wealth. Let alone becoming depressed, one would be happy, knowing that one possesses a precious human body, the ship that can bring one beyond the ocean of suffering. In fact, one will know that worldly pleasures will only bring one's own ruin in the future. This human life is very powerful, for humans are endowed with intelligence and the six elements. It is the crossroad between going up or down. If we know how to use this human existence well, we can attain enlightenment in a single life. If we waste this human existence and engage in negative deeds, it will propel us into the lower realms for countless eons. -- Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved. The quotes may be forwarded to friends, but all other uses are reserved.

26. März 2012

Über die Sicht des Vajrayâna

Die Sichtweise des Vajrayâna ist extrem schwer zu realisieren. 
Da diese unklar (obskur) zu sein scheint, fühlen einige sich sicherer, sich als Anhänger des Hinayana-Pfades zu bezeichnen und sich nicht für den Vajrayâna-Pfad zu interessieren. 
Das ist eine legitime Bestrebung.
Genau genommen ist jedoch die Sichtweise des Vajrayâna gar nicht so vernebelt und schwer zu verstehen. Das Vajrayâna erklärt, wie die Dinge wirklich sind. 
Stelle Dir zum Beispiel einen umfangreichen Gletscher vor. Jemand, der das Vajrayâna nicht versteht wird denken, "Dies ist ein Berg aus Eis". Jemand der das Vajrayâna versteht wird denken, "Dies erscheint einem wie ein Berg aus Eis; jedoch, die Natur des Eises ist Wasser. Er ist nicht immer ein Eisberg; irgendwann wird er schmelzen und sich in Wasser verwandeln.“ Wenn Du nur dieses Prinzip verstehst, verstehst Du die Sichtweise des Vajrayâna.  
Das Vajrayâna sagt auch, dass zwar die sechs Bereiche erscheinen, dies aber eine vorübergehende Erscheinung ist. 
In Wahrheit besitzen alle fühlenden Wesen die Buddha-Natur – das Potential die Erleuchtung zu erlangen. Im Geist erscheinen vorübergehend die verschiedensten Gedanken. Sie sind nicht das, was wir wirklich sind; sie kommen und sie gehen und sie verändern sich stetig. Jetzt bist Du wütend und im nächsten Moment liebst Du. All diese Gedanken sind flüchtig. Aber es gibt einen Urgrund des Seins, es gibt da ein bewusstes Gewahrsein das immer da ist. Es kommt und geht niemals; es ist gleichbleibend immer vorhanden. Es stirbt nicht und es ist nicht geboren. Es ist eine zugrunde liegende, ewige, bewusste Wahrnehmung. Du warst niemals von ihr getrennt und wirst es auch nie sein, denn dies ist das, was Du wirklich bist.  
Wenn Du diese Natur wahrnimmst, Deine wahre Natur, dann nimmst Du die wahre Bedeutung des Vajrayâna wahr.
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Erinnerungen der Gütigkeit, des Mitgefühls und Deiner eigenen wahren Natur, von Seiner Eminenz Garchen Rinpoche.

Übersetzungs copyright der deutschen Fassung © 2012 Daniela König.

Übersetzungs copyright der englischen Fassung © 2012 Ina Bieler.
Die Zitate können an Freunde weitergeleitet werden, aber alle anderen Rechte sind vorbehalten.

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On the view of Vajrayana


The view of Vajrayana is extremely difficult to realize. Because it seems obscure, some feel safer calling themselves followers of the Hinayana path and are not interested in the Vajrayana path. This is a legitimate aspiration. However, the view of Vajrayana is actually not so obscure and difficult to understand. Vajrayana explains how things really are. For instance, imagine a big glacier. Someone who does not understand Vajrayana will think, "This is a mountain of ice." Someone who understands Vajrayana will think, "This appears to be a mountain of ice; however, the nature of ice is water. It is not always a ice mountain; once it melts it turns into water." If you only understand this principle you understand the view of Vajrayana. Vajrayana says that although the six realms appear, the appearance is temporary. In reality all sentient beings possess buddha nature, the potential to attain enlightenment. In the mind various thoughts arise temporarily.
They are not who we really are; they come and they go and constantly change. Now you are angry; the next moment you love. All these thoughts are momentary. But there is a ground of being, there is a conscious awareness that is always there. It never comes and goes; it is always there unchangingly. It doesn't die and isn't born. There is an underlying eternal conscious awareness. You have never separated from it and you never will, for this is who you really are. When you see this nature, your true nature, you see the true meaning of Vajrayana.


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Reminders of Kindness, Compassion, and Your Own True Nature by Kyabje Garchen Rinpoche

Translation copyright © 2012 Ina Bieler. All rights reserved.
The quotes may be forwarded to friends, but all other uses are reserved.